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dies der Fall. So würden wir es bei der Schwierigkeit der Trennung
für gerechtfertigt halten, wenn man bei einerAusstellung wie die beabsichtigte
über das Princip völlig hinwegsähe und die Plastik ganz hereinzöge.
Mit diesen Bemerkungen, welche die Grenzen der Kunstindustrie
sowohl einerseits gegen die lndustrie, als andererseits gegen die Kunst ahzustecken
trachteten, wäre das Gebiet umschrieben, welches einer Kunstiudnstrieausstellung
principiell angehört. Das Programm der in Redstehenden
Ausstellung hat auch (in Uebereinstimmung mit den Samme
lungen des österreichischen Museums) diese Grundsätze adoptirt, denn es
heisst in einem Zusatz des g. 2 wörtlich also:
W „Um ferneren Missverständnissen in Bezug auf Ausstellungsfahigkeit
zu begegnen, wird ausdrücklich bemerkt, dass einerseits sowohl Gegenstände
der reinen Kunst, wie Historiengemalde, Genrebilder, Landschaften
u. s. f., desgleichen rein constructive architektonische Entwürfe, als
auch andererseits Maschinen, Rohproducte aller Art und rein gewerbliche
Erzeugrisse, bei denen die Kunst weder in Bezug auf Form, noch in
Bezug auf Verzierung Anwendung gefunden hat, von dieser Ausstellung
ausgeßßlllßtsen sind."
Das Pngramm aber beschränkt sich nicht blos auf diese Festsetzung
des Gebieteßdessen, was principiell hineingehört und nicht hineingehört,
es stellt in iemselben Paragraph noch zwei Bedingungen auf, die das
Gebiet weßenlich einengen: 1. „müssen die aus zu stelle nd en G egenstande
uoderne Erzeugnisse der inländischen Kunstindustrie
Sein", und 2. „indem sie höheren Anforderungen in Bezug
auf Form und Qrnamentation gerecht werden, einen Fortschritt in
der Elllwißkllng des Kunstgewerbes und des Geschmackes
b ek un d an."
Die erste Bßlingung ist an sich klar genug; sie macht die Ausstellung
zu eine!" lllüdünen und vor allem zu einer specifisch österreichischen.
Das MOÜV (ließe? lelteren Beschränkung ist ein patriotisches und schliesst
Gillß ellfelwone Alleiennnng der heimischen Kunstindustrie in sich ein.
Man erwarte! Voll de Leistungsfähigkeit der heimischen Kunstindustrie
sowie V01! deren glltßx Willen und besonderen Anstrengungen gelungene
und gute Arbeiten, di in künstlerischer Composition und Ausführung
vollkommen auf der Hhe der Zeit stehen , und hoiTt durch die Vorführung
dßrößlbßll den ZWifeln an den eigenen Kräften und dem ewigen
Hinweis auf Pßriß und kriser Geschmack endlich einmal ein Ende zu
machen. -
Die Zweite Bedillgllll. ist aus den Gesichtspunkten hervorgegangen,
welche für die Gründung es österreichischen Museums massgebend gewesen
sind- Sie füllten illder Annahme, dass der bisher herrschende
Geschmack ein veralteter nd verderbter sei, und dass die heimische
Kunstindustrie den Weg delReform betreten müsse, auf dem England