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Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 21)

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Innern dieses Gefasses ist noch ein zweites Gefiss enthalten, welches, ganz von Gold und

besonders schliesebar, das heilige Oel aufnimmt und mit der emaillirten Inschrift „Ol.

Catechumenorurn" heueichnet ist. Des äussere Geßss ist von Silber, in Feuer vergoldet

und hat eine Höhe von 12 Zoll. Auf dem Fasse ist das ungarische Wappen und nachfolgende

 Schrift in Email angebracht: „Ave S. Oleum quo unqunntur Hungariae Reges et

Beginne, a rediviva constitutinns sub Franc. Josspho I. et Elisabetha." Im Innern des

Fusses „f. f. Joan. Sirnor Aeppus. Strignu. 1867." Die Arbeit ist in der auf kirchlichem

Gebiete bewährten Anstalt von Brix und Anders höchst zierlich und gelungen ausgeüihrt.

(l-lulzguss.) Eine Erfindung des Bildhauers Caspar Schlee in Bern ist ein Holisgnss,

 der ohne irgend welchen weiteren Zusatz hart, wasserdicht und so fest wird, dass

er sich gut poliren lässt und aus dem verschiedenartigsten Gegenstände gefertigt werden,

wie z. B. ein Sommerhut, so leicht wie Papier und unempfindlich gegen jede Witterung,

Medaillenabgiisss, Früchte, Blumen, Blätter mit der zartesten Abformung aller Linien. Die

Darstellung dieses Gusses ist bis jetzt noch nicht näher ermittelt.

(llellenensteim) Dem "Pecbniker Thiel in Cassel ist es gelungen, unter diesem

Namen einen künstlichen Stein herzustellen, welcher in der Imitation des natürlichen

Marmors alles bis jetzt Dagewesene iihertreßen solL Derselbe wird auf chemisch-physikaliechem

 Wege in der Fabrik Philippaohn ä Cornp. in Csssel bereitet. Es werden g-rosse

viereckige Platten bis zu 10' Länge, 5' Breite und l" Dicke angefertigt. welche, nachdem

 sie einen Tag bei massiger Temperatur getrocknet haben, in kleinere geschnitten

und zu Tischen und feinen Mühelplatten verarbeitet werden. Am vorsüglicbaten eignet sich

jedoch dieses Material iiir Beugegenstände, und soll bereits das vor längerer Zeit abgebrannte

 Schluss zu Braunschweig, sowie die neue Sängerballe in Hamburg damit

ausdecorirt werden. Neben diesem werden sehr geschmackvolle Mosaiken geliefert, welche

erst auf den betreifenden Stein aufgezeichnet, dann mit feinen Instrumenten sauber ausgehauen

 und scbliesslich mit selbiger Masse sus andern gewählten Farbennuancen eingestarnpft

 und wie natürlicher Marmor auf dieselbe Weise bis sum reinsten Glsnze geschliffen

werden. Was den Namen ßiellenenstein" betrißt, so ist man durch die Willigkeit der

Masse in den Stand gesetst, die vorziiglichsten und seltensten Arten von Marmor, welche

in den Gebirgen Griechenlands gebrochen werden, tluscheud nachzuahmen, und steht gedaehter

 Stein als ein gana neuer Industrieswelg dem letzteren in keinerlei Beziehung

viel zurück.



i 2



Fortsetzung des Verzeichnisses

der im k. k. österr. Museum zu Wien käuflichen Gype-Abgiiese.

(Vgl. 1, 2, 4. s. s. m, u. 1a, 1c und n der „unmiuu.gu.'.)

Gegenetend

 

Eigenthiimer

des

Preis

ß. I r

I"

3.. ._.

122 Pfeiler-Füllung, venetiuiiecbe Renaissance, 35V," hoch,

123

124

125

125

127

128

1-17," breit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. .

Ornament-Füllung, Venetien. Renaissance, 24V," imch,

23" breit. .

Joniechee Cnp

Büste der Thalin, antik, 25" hoch ..

Relief (die heil. Cleiiin) von Donntel o . . . . . . . . . .

Oberer Theil einen antiken Cnndelnben mit einer

sitzenden Sphinx. Orig. von Bronze im Mlueo

Borbonico . . . . . . . . . . . . . . .  . . . .  . , . . ..

Piluier von einem Alter in der Kirche Sh. Täinitä

in Flogenz, von Banedetto du Majano, 5' hoch,

1' 2" 









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3

3

12

5

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