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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1867 / 26)

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nennen wir in der leichten venetianischen Art eine grössere Anzahl Gefässe

 aus Glasfabriken Palästinsüs, ferner opalisirende Gläser, bemalte

Gläser, bemalte Milchgläser, verschiedenartige ältere farbige Gläser, endlich

 eine Reihe von Doppelgläsern, eines in das andere geschoben, aus

dem 18. Jahrhundert, bei denen die häufig hlos aus Gold oder in Farben

ausgeführte Malerei sich wie in sicherem Verschluss zwischen den beiden

Gläsern belindet.

Zum Schluss hätten wir noch der farbigen Fenstermslereien zu gedenken,

 der eigentlichen Glasmalerei. Eine vollständige Sammlung dieser

Art ist dem Museum allerdings dringend nothwendig; es wer bisher aber

noch nicht möglich, dieselben in einigermassen befriedigender Weise zusammenzubringen.

 Das Beste, was vorhanden ist, sind einige deutsche

und Schweizer Gläser in der miniaturaitigen Weise der zweiten Hälfte

des 16. Jahrhunderts und andere einfachere mit Schwarzloth und ein

wenig Gelb von tüchtiger Künstlerhand ausgeführte Tafeln aus der Zeit

Dürer's und Burgkmairs. Freunde des Museums könnten sich durch Ergäuzung

 dieser Sammlung ein grosses Verdienst erwerben.

Die „Bieliogravuref von E. Baldus in Paris.

Von einer neuen Vervollkommnung der photographischen Reproduction

 habe ich heute zu berichten, einem Fortschritte, der mir so bedeutend

 scheint, dass vielleicht durch ihn binnen Kurzem ein grosser

Thcil der photographischen Production ein wesentlich verändertes Aussehen

 erhalten dürfte. Die nHeliogravure", so heisst die neue Erfindung,

von der wir hier reden wollen, und die wir - da ein deutscher

Name dafür noch nicht vorhanden ist - mit diesem Compositum aus

Griechisch und Französisch benennen müssen, besteht in ihrer Wesenheit

darin, dass durch eine photographische Aufnahme direct eine zum Drucke

taugliche Metallplatte hergestellt wird, in ähnlicher jedoch weit vollkommenerer

 Weise, als man bisher durch Üebertragung von Photographien

auf Steinplatten die bekannten Photo-Lithographien erzeugte. Das Verfahren,

 vielleicht Fachmännern nicht ganz neu, scheint mir doch in der

Anwendung und Vollendung, die ihm der Pariser Photograph E. Bsldus

gegeben hat, so bedeutend und zukunftsreich, dass die Sache einer eingehenderen

 Betrachtung werth sein dürfte.

Die photographische Wiedergabe von Werken der Kupferstecherund

 Holzschneidekunst war in der bisher geübten Weise immer nur eine

unvollkoinmene zu nennen. Auf einer mit einem gleichxnässigen kalten

Glanze überzogenen Fläche unterschieden sich die schwarzen von den

weisscn Stellen nur durch die Färbung des Papiers, was aber dem

Kupferstichc Kraft, Glanz und Relief verleiht, das plastische Auiliegen
            
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