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Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1867 / 27)

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Kleinere Mittheilnngen.

(Ernennung zum Correspondenten.) Se. kais. Hoheit Herr Erzherzog

 Rainer hat in seiner Eigenschaft als Prntcctor des Museums den

Privatgelehrten Herrn Friedrich Lippniann zum Correspondenten des

Museums ernannt.

(II. Ferstefs Projeet für den Neubau des üsterr. Museums)

ist bereits vollständig fertig und war Ge enstand einer eingehenden Berathung

 des Curatoriums, nachdem dassefbe durch mehrere Tage für die

Mitglieder des Curatoriums in dem Atelier des Architekten aus estellt war.

Das Project, das sowohl Ausstellungsräume, als auch Bibliothe , Zeichensaal

 und die Kunstgewerbeschule enthält, zeichnet sich durch schöne, einfache

 Verhältnisse und ausserordentlich zweckmässige Eintheilung aus.

Das Curatorium beschloss einstimmig, das Project Sr. Majestät vorzulegen

und der h. Staatsregierung zur Ausführung zu empfehlen.

Das Project wird in den Appartements Sr. Majestät ausgestellt;

Ihre k. Hoheiten die Herren Erzhcrzo e Rainer und Albrecht widmeten

 demselben bereits eine eingehen e Würdigung.

(Dankschreiben des Curutoriums.) Das Curatorium des Museums

hat beschlossen, den Herren: Edmond, Commissär tiir Aegypten, Dowleans,

 Commissiir für Bengalen, Christoffle, Chef des gleichnamigen

Hauses in Paris, sowie dem Verlagsbuchhändler Herrn Mäme in Tours

für die Geschenke, welche dieselben dem österr. Museum gemacht haben,

besondere Dankschreiben zuzusenden.

(Die Schule lür Holzplastik in Tirol.) Bekanntlich hat Herr

Director v. Eitelberger in seinem ersten Vortra e über die Pariser

Weltausstellung die Nothwendigkeit betont, in Tiro eine Zeiehen- und

Modellirschule für Holzplastik zu errichten, um die zahlreich in Tirol

lebenden Holzschnitzer zu schulen, ihre Concurrenzfahigkeit mit dem Auslande

 zu erhöhen, und dem Gebirgslande, dessen Bewohner jetzt manche

Einbusse in ihrem Erwerbe erleiden, andere und neue Erwerbsquellen

zu erschliessen.

Die „Innsbrucker Volks- und Schiitzenzeitung" vom 8. November

nimmt von diesem Antrage Notiz und äussert sich in folgender Weise:

„Im österreichischen Museum in Wien hielt jüngst der Director dieses vortreßlichen

Instituts, R. v. Eitelberger, eine Vorlesung, in welcher er die Errichtung einer

Schule für Bolzplastik in Tirol befürwortete. Es ist dies unstreitig ein praktischer Gedanke.

 Es gibt nämlich kaum ein Land, in welchem so viele plastisch fruchtbare Talents

zu finden sind, wie in Tirol. Wir haben eine überraschende Zahl von Bildhauern, Künstler

 in der wahren Bedeutung des Wortes, und darunter einen vom ersten Range, Professor

Knnbl in München, aufzuweisen. (Auch in Wien leben gegenwärtig mehrere ganz tiiebtige

 Bildhauer ans Tirol, die Herren Jos. Gasser, Silbcrnagel, Glieber u. s. f., die

Tirol Ehre machen und simmtlich sehr geschickt in der Holzplastik sind.) Ungleich

griisser aber ist noch die Zahl derjenigen, welche zwar nicht von künstlerischer Productivitiit

 sind, aber in der Nachahmung von plastischen Kunstwerken, in Holzschnitzereien

nach Kupferstichen und Handzeichnungen Ausgezeichnetes leisten. Würde nun nach dem

Antmge des Herrn Directors v. Eitelberger eine Schule für Holzplnstik in Tirol errichtet,

 so müsste diese gewiss sowohl durch die Zahl ihrer Besucher, als durch Weckung

und Ausbildung bedeutenderer Kunsttalents zu hoher Blüthe kommen."

Wir erlauben uns zu diesen trefflichen Bemerkungen Folgendes

hinzuzufügen:

1. Scheint es uns in erster Linie Suche des Landesausschusses

 und der Handelskammer zu sein, diesen Antrag aufzunehmen;


            
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