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gekannt und geprüü werden. Diesem Umstande verdanken auch wir es,
dass wir das, was wir über diese Schule inittheilen, mit den Worten der
leitenden Persönlichkeiten der Schule thun können.
Bevor wir auf die Organisation der Schule und die Methode des
Unterrichtes eingehen, ist es nöthig, die Gesichtspunkte zu erörtern, die
bei der Gründung dieser Schule massgebend waren, und einen Blick auf
den Bildungsgang zu werfen, den gegenwärtig die jüngeren Architekten
von Frankreich durchmachen.
Die Architektur hat heutiges Tags in Frankreich - wie leider auch
bei uns - keine die Zwecke der Baukunst selbständig behandelnde Lehranstalt
zur Verfügung. Die Ecole de medecine sorgt für Aerzte, die
Ecele de droit für Advocaten und Notare u. s. f., die Ecole polytechnique
und die mit ihr in Verbindung stehenden Schulen sorgen für
Staats-Ingenieure, die Ecele centrele des arts et manufactures für die
andern Richtungen des Ingenieurwesens und der Industrie, die Architektur
allein hat keine Schule, die sich ausschliesslich mit Hersnbildung von
Architekten beschäftigte.
Ein junger Mann, welcher in Frankreich Architekt werden will,
kann folgende drei Wege einschlagen. In der Regel ging er in das Atelier
eines Architekten, der Eleven aufnimmt; hatte er einige Vorbildung, so
lernte er schnell in der Mitte seiner Kameraden die ersten Elemente, die
für seinen künftigen Berufszweig nöthig sind. Manchmal, wenn auch selten,
besuchte der Chef das Atelier und machte einige Mittheilungen über Architektur,
über ältere Gebäude, über Construction u. s. f. Blieb so der
Schüler sechs bis zehn Jahre im Atelier und erwarb sich je nach seiner
Befähigung oder seiner Energie jene Kenntnisse, welche nöthig sind, um
als Architekt in's Leben einzutreten; den Titel Architekt octroyirt er sich
selbst. Dreiviertel der heutigen Architekten Frankreichs haben, wie
Trelat sagt, auf diese Weise sich herangehildet.
Hat einer von diesen jüngeren Eleven einen höheren Bildungstrieb,
so sucht er sich jene Kenntnisse und unter Betheiligung an Concursen
den Titel zu erwerben, in die Ecole imperiale des Beaux-Arts einzutreten.
Gelingt ihm dies und hat er Erfolge in der Schule, so erreicht
er den grand prix de Rome. Nur sehr Wenige harren auf dieser langen
Bahn aus, die wohl geeignet ist, die Kräfte eines jungen Mannes anzuspannen,
aber weder seine Zukunft sichert, noch jenes Mass von allseitigen
Kenntnissen ihm znführt, die heutiges Tags von einem Architekten
verlangt werden. Nur vermögliche junge Männer sind in der Lage diesen
Weg zu betreten.
Endlich gibt es einige jüngere Männer, die aus der Ecole centrale
des srts et manufactures hervorgehen und später in die Reihe der Architekten
eintreten. In dieser vortrefflichen Schule erwerben sie sich im
Laufe eines dreijährigen Studiums die Kenntnisse über den constructiveu