MAK

Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe V (1869 / 50)

In diesem Jahre "fmacht diese Schule einen Schritt weiter: sie er'- 
üifuet sogenannte Ateliers libres für ältere hervorragende Schüler der 
Anstalt, die bereits selbständig zu arbeiten anfangen, aber nicht in der 
Lage sind, für sich selbst grössere Ateliers zu eröffnen und sich dem 
Rathe und dem Einilusse der Meister der Schule nicht entziehen wollen. 
Diese Ateliers Iibree sind ausserdem jenen jüngeren Architekten , welche 
an den Concursen der Schule Antheil nehmen wollen, zugänglich. Der 
Nutzen dieser Massregel springt in die Augen. Die Ateliers librea 
sollten am 12. November d. J. eröffnet werden. 
Das ist in grossen Umrissen die Organisation der Schule, die nach 
der Meinung der hervorragendsten Männer Frankreichs berufen ist, 
künftighin die Erziehung der architektonischen Jugend Frankreichs zu 
leiten. - 
Soklehrreicb es für jeden denkenden Freund der Kunst und der Schule 
ist, in den Gang derselben und die Principien der Methode Einsicht zu 
nehmen, so ist es für uns doch ganz besonders lehrreich, dass uns ge- 
stattet worden ist, eine Reihe von Scbülerarbeiten demnächst in den 
Räumen des Museums auszustellen und die gesammten Programme und 
literarischen Behelfe unserer Bibliothek einzuverleiben, die geeignet sind, 
uns vollständig über die Schule zu orientiren. Wir werden diese Special- 
ausstellung dem Architekten und Director der Schule HerrmEmil Trelat, 
den Mitgliedern des Conseils und Herrn Baron Schwarz-Senborn ver- 
danken, und sprechen unsern Dank fir die Uebersendung von Arbeiten 
der Schule im Voraus öffentlich aus. R. v. E. 
Zeiehen- und Fachschnlen. 
Für die Hebung des Zeichenuuterrichts in industriellen Gegenden 
werden in diesem Augenblicke von verschiedenen Seiten Anstrengungen 
gemacht, auf welche das Oesterr. Museum mit um so grösserer Befrie- 
digung hinweisen dsrf, als seit dem Bestehen der Anstalt unablässig die 
Ansieht geltend gemacht worden ist, dass das Museum seine Aufgabe 
nur dann erfüllen könne, dass ein wirklicher Aufschwung der Kunst- 
industrie Oesterreichs nur dann möglich sei, wenn überall für einen 
guten Elemenmrunterricht im Zeichnen gesorgt worden und in Bezirken 
mit bestimmt ausgesprochener Neigung für eine besondere Industrie auch 
für Faclsschulen. Die Richtigkeit dieser Ansicht bricht sich mehr und 
mehr Bahn und schon heute haben wir eine Reihe der erireulichsten 
Thatsachen zu verzeichnen. 
Ibrlulznny auf vhr Beilage.
	        

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