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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1867 / 22)

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Teirich; ein Mosaikfusshoden. nach dem Entwurfs des Architekten Petschnig in verschiedenen

 Mannorgattnngen ansgeüihrt von O. Odorico, bestimmt für die Szegszarder

Stefanscapelle; gemalte Fächer von Frl. Mathilde Hendes s; Steinproben aus den Brüchen

des Herm Schwarz in Triest, Geschenk desselben an das Museum.

Am 11. Juli: Das Ehrenbiirgerdiplom der Stadt Wien für den Viceadmiral v. Tegetthotf,

 die Aqnarellmalerei hiezu von Laufberger, die Schrift von Altenburgsr, der

Pracht-Einband vom Hofbuohbinder Groner; Gipsabgüsse nach Ternscotten des Musee

Napoleon III. aus der französischen Unterrichtsausstellnng der Pariser Weltausstellung;

moderne französische Reliefs in farbigem Porcellan; gnlvanoplastische Reproductionen von

Metallschüsseln des Meisters Enderle aus Nürnberg, Eigenthnm des Herrn Fischbaeh;

die Zeichnung einer im Stiftsschatze an Klosterneuburg befindlichen Monstranze, von

J. Banko; der Entwurf eines Altnrleuchters von V.Teirich, für die Kirche an Allgund

in Tirol ausgeführt von C. Haas in Wien; Oelgemiilde von Theodor van Thulden und

Rubens, und zwar „das Fest des Herodes" nnd „Ahasverust, mit den gleichzeitigen Stichen

 von Schelte a Bolswert und Eynhontts, Eigenthum des Herrn Posonyi; die "Madonna

 del Baldacchino" von Rafael, gestochen von Fosella; ein Portriitrelief Kaiser Leopold

 I. in Marmor, Eigenthum des Herrn W. Bahr; ein Prachtstück der Goldschmiedeund

 Emaillirkunst der Renaissance, den heil. Georg dar-stellend, Eigenthum des Herrn

Ritter v. Neuberg in Prag; endlich ein Pax, Niello ans dem 15. Jahrhundert, Florentiner

Arbeit, Eigenthum des Herrn Posonyi.

(Palent-Decor- linld- und ElnaiIglasfarben-Druck) suflithographischem

Wege, von F. Kosch, Chemiker der bestandenen k. k. iirar. Porcellan-Manufactur. Privat-Atelier

 und Laboratorium gegenwärtig: Liechtensteinstrasse 31.

Die Einführung dieses Dnickverfahrons: Gold- und Emailglasfsrben auf lithographischem

 Wege durch Uebertrsgung auf Porcellan, Steingut, Glas und Email einzuschmelzen,

 datirt vom Jahre 1856. Die Einrichtung desselben in grösserem Massstabe wurde

von Herrn Kosch an der k. k. ärar. Porcellan-Manufactur vorgenommen. Späterer Zeit

hatten Kramer, sowie Wirth und Rathmann in Leipzig derartige Drnckabsiige in

Emailglasfarben in den Handel gebracht, welche jedoch durch ihre gänzliche Unbrauchbarkeit

 in kürzester Zeit ihr Ende erreichten. Seit 3-4 Jahren ist es namentlich Paris,

von wo aus brauchbarere Handelswaare in diesen Erzeugnissen erzielt wurde, jedoch ist

dabei in den meisten Fällen eine weitere Ausbesserung mittelst des Pinsels-nach dem

Brennen erforderlich.

Die Bemühungen der Chemiker und Lithographen sowohl des In- als Auslandes,

ein tiir den Fahriksgebrauch "vollkommen praktisches Verfahren" zu schaden, waren be--reits

 vor 15 Jahren und länger mehr oder weniger erfolgreich, am wenigsten jedoch be- w

züglich der Emailfarbentechnik, dieselbe dem Porcellan wie dem Steingut und Glas gleich

vollkommen anzupassen. Herr Kosch kann nach Vorlage der nfabriksmiissig erzeugten

Gegenstände" sein Verfahren in Beziehung auf vollendete Sicherheit der Uebertrag-ung

sowie auf Reinheit und Schönheit der Farben, als von allen ausländischen Erzeugnissen

dieser Art noch unerreicht, anführen. Die grosse Bedeutung dieser Decorationsmothode

für das Gebiet der Porcellan- und Glas-Industrie kann erst dann vollkommen annlysirt

werden, wenn grössere Anstalten in diesen Industriezweigen selbst im Besitze dieses Verfahrens

 Eir ihre speciellen Zwecke sich befinden. Dass dies bisher nicht der Fall, hat

einerseits seinen Grund in der giiusserst schwierigen und kostspieligen Ermittlung eines

vollkommen brauchbaren Verfahrens, anderseits in dem Riickhalte, wirklich werthvolle Erfahrungsresultate

 zu erkaufen.

lPhutochromotypie) von J. Leth in Wien, ausgestellt im österreich. Museum.

Durch diese Erfindung - bei welcher die Photographien aus Kohle und Farbstoffen bestehen,

 also billig und haltbar sind - ist die Möglichkeit gegeben, sowohl nach plastischen

 Gegenständen (nach der Natur) als auch nach Copien und Handeeichnnngen alter

Meister nicht nur in einer Farbe, sondern selbst in mehreren Farben Abdrücke zu erzeugen.

Da diese Photographien, wie oben bemerkt, weder aus Silber, Gold, Platin am,

überhaupt nicht ans edlen Metallen bestehen, so werden bei fabriksmässiger und massenhafter

 Erzeugung dieselben bedeutend billiger sein als Chlorsilber-Photogrnphien. Die

ersteren sind vollkommen lichtbestiindig und unveränderlich, in jeder Beziehung von hohem

Werthe, da sie mit der Haltbarkeit der Kohle (Farbe) die Feinheit und urkundliche Genauigkeit

 der Photographie verbinden, und selbst nach- hunderten von Jahren (gleich geschriebenen

 oder gedruckten Documenten) als historische Belege dienen werden.

(WeltuusslellungsJjlrrillur.) Dcr bekannte Archäologe Charles de Linus

veröffentlicht bereits seine Berichte über die „Histoire du travail". Dieselben erscheinen

sowohl in der „Revue de l'Art chretien", als auch selbständig bei Didier. Die zwei bereits

erschienenen Hefte behandeln Schweden und Norwegen und Portugal. -- Herr Auguste
            
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