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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1871 / 64)

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Thieres von einander trennen. Man muss sich hier, um von der Unheholfenheit

 der Zeichnung einen Begriff zu erlangen, das Vorgehen eines

Kindes denken, welches seine Katze abzeichnet. In der That ist es ein

Thier der Katzenrace, das der peruanische Goldschmied darstellen wollte,

jedoch eines der schlimmsten Gattung, wahrscheinlich ein Jaguar, das

grösste und gefiirchtetste Raubthier der amerikanischen Wälder."

„Auf den andern Scheihchen, welche sich von dieser einigermasseu

im Charakter der Arbeit unterscheiden , wurden Felder mit Punkten bosäet

 geschickt hervorgebracht, indem auf der Kehrseite Schläge auf eine

Punze geführt wurden." Derlei Blättchen sind stellenweise durchbohrt

und scheinen zum erwähnten Kleiderschmuck gedient zu haben. Beuzey

vergleicht sie mit den antiken Phalerae, welche oftmals mit dem_ Gorgoneion

 geschmückt vorkommen, sowie an peruanischen (von Bollaert

publicirt) die Maske unserer eben geschilderten Kopfbedeckungwund

einmal selbst um dieselbe der Zodiakus dargestellt ist, - zur Unter- '

stiitzung der angeführten Hypothese, dass beide Gebilde siderische Bedeutung

 haben.

Wir werfen schliesslich noch einen Blick auf die spärlichen Reste

von Kunst- und Gewerbethätigkeit, welche sich unter der mannigfaltig

beeinllussten Production des heutigen Peru als allein den Nachkommen

des alten Volkes, den Indios, zugehörig erhalten haben. Da begegnet

nur ein Schattenwesen der einstigen Bedeutung oder es ist bedauerlicherweise

 fast nur diejenige Ausübung des Handwerkes geblieben, welche

sehr wahrscheinlich auch in den ältesten Perioden kaum erfreulicher bestellt

 gewesen. Ein Beispiel davon bieten unter anderen die Ruinen einer

ganzen Indianerstadt bei Cajamarquilla, deren Bewohner beim Herannahen

der Spanier die Stätte verlassen zu haben scheinen. Diese Hütten zeigen

bei ihrer guten Erhaltung von den fortwährend noch gebräuchlichen Bauten

der Art durchaus nichts verschiedenes. Aus Lehmziegeln, die an der

Luft trockneten, errichtet, mit denen zuweilen auch hehauene Steine abwechseln,

 stimmen sie in der Construction noch völlig mit jener der

Tempelbauten z. B. in Pachacamac überein, nicht minder mit den noch

bestehenden runden Hänsem, deren Fugen jedoch freilich nicht mehr

Münelkitt, sondern nur Rasentlillungen haben. Die konischen Dächer

werden heute aus Heu geflochten, statt der Sparren dient ein Gerippe

von Rohr oder Caetusstämmen, welches auch gegenwärtig wie in der

Vorzeit, der das Eisen fehlte, mit Stricken aus Lamafell festgemacht

wird. Bisweilen tritt auch Holzconstruction an Stelle der Steinwände.

Der Grundriss entbehrt jeder Gliederung, nur dass manche dieser Räume

im Hintergrund eine Nische bergen.

Oh den Epigonen des Inkasreiches Sinn für Farbe und den Schmuck

mittelst derselben geblieben, ist wohl nicht sicher zu beantworten; die alten

Bauwerke liefern indess nicht minder den Beweis für das Vorhandensein
            
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