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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1873 / 95)

Weber und Leicnner verwertner. uer vmsucu, UCI uu Jnlllu "n... w...

Oesterr. Museum mit der Herausgabe des wStick- und Spitzen-Musterbuchesu

von Hans Siebmacher, nach der Ausgabe vom Jahre 1597 (Wien. bei

Gerold, quer 4.") gemacht wurde, ist nicht ohne Erfolg im praktischen

Leben und nicht ohne Nachfolge in der Literatur geblieben. Industrielle,

Zeichner und Schulen haben das Siebmachefsche Stickmusterbuch vielfach

 benützt; Hippolyt Co cheris hat in jüngster Zeit eine Reihe von

seltenen Stickmusterbüchern des XVl. Jahrhunderts, deren Originale die

Bibliothek Mazarin bewahrt, neu herausgegeben (Paris 1872, Librairie de

L'Echo de la Sorbonne). Seit dem Jahre 1866 ist die Zahl der Original-Stickmuster,

 welche die Bibliothek des Oesterr. Museums besitzt, bedeutend

 gewachsen. Der w-lllustrirte Katalog der Ornamentstichsammlung des

Museums", herausgegeben von F. Schestag (Wien, 187i. Verlag des

Museums), weist S. 106-112 dreiundzwanzig Stick- und Spitzenmusterbücher

 deutscher und italienischer Schule des XVl. und XVll. Jahrhundertes

 auf, darunter Bücher von grösster Seltenheit.

Einige von diesen Stickmusterbüchern, welche sich in der Bibliothek

des Museums befinden, wurden bei dem vorliegenden Werke benützt und

zwar: Peter QuentelVs "neues Kunststichmodelbucha, Köln 1544, ferner

das "neue künstliche Modelbuchß desselben Autors, Köln, 1545 und nll

Monte, libro secondoß, ein venetianisches Stickmusterbuch vom Jahre 1540.

Dazu kommen noch drei venetianische Stickmusterbücher aus der

fürstl. Liechtensteimschen Bibliothek und zwar: wLe Gloria e YI-lonore de

Ponti tagliatiu, Venezia per Matthio Pagan. 1563. nFior di Virtuu, Venezia

 1563 und nTrionfo di Virtun, libro novo da cusir. Venezia 1568.

Aus diesen sechs Stickmusterbüchern wurden diejenigen Blätter hervorgehoben,

 welche sich durch ihre stylgerechte Zeichnung auszeichnen,

und zugleich verschiedene Stickarten repräsentiren, welche gegenwärtig

in Uebung sind.

_ Die Mehrzahl dieser Musterblätter sind auf eine stricte Nachahmung

berechnet; andere hingegen so künstlerisch gedacht, dass sie eine etwas

künstlerisch gebildete Hand und künstlerisch empfindendes Gefühl voraussetzen,

 urn richtig wiedergegeben und an rechter Stelle verwendet zu

werden. Nicht wenige dieser Blätter werden auch für andere Zweige der

textilen Kunst, als es Stickerei ist, leicht und mit Nutzen verwendet

werden.

Die Blätter 1-22 sind dem Stickmusterbüchlein nll Montew, die

Blätter 23-25 dem Kölner Stickmusterbüchlein vom Jahre 1544, die

Blätter 26-30 dem Stickmusterbuch desselben Meisters vom Jahre 154.5,

die Blätter 31-50 den venetianischen Stickmusterbüchern vom Jahre 1563

und 1568 entnommen.

Die Tafeln wurden nach den Originalen von den Herren K. Hrachowina

 und E. Drahan treu copirt und von ersterem autographirt. Es
            
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