Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1897 / 6)

Litteratur-Bericht.

Der kursächsische Hofbuchbinder Jakob Krause. Von Dr. K. Berling,

Directorial-Assistent am königl. Kunstgewerbernuseum zu Dresden.

Dresden, Wilh. Hoffmann, 1897. kl. F01. 19 S. Mk. 6.

Von Jakob Krause waren bisher nur zwei Schweinslederbäude mit Verzierungen

in Blinddruck bekannt: der eine im Besitze der kgl. öffentlichen Bibliothek zu Dresden,

der andere im Museum für Kunst und Gewerbe zu Hamburg. Der Verfasser der vorliegenden

 Schrift hat nun kürzlich im kgl. sächsischen Haupt-Staatsarchiv zu Dresden

nicht weniger als 56 Bucheinbande und 43 Kapseln gefunden, welche von Krause, dem

hervorragendsten der sächsischen Buchbinder aus der Zeit der Renaissance, für den Kurfürsten

 August in den Jahren von 1571 bis 1573 ausgeführt wurden. Auf Grund dieses

Fundes und des einschlägigen Actenmaterials stellt Berling die Ansicht auf, dass die

Einband: sammtlicher Bücher aus dem Besitze des Kurfürsten August und der Kurfürstin

 Anna aus den Jahren 1566 bis 1585} sofern diese Bücher nicht gebunden von

auswarts.bezogen wurden, auf Krause's Thatigkeit als kursachsischer Hofbuchbinder

zurückzuführen sind. Diese Einbände, zusammen 170 - im Besitze der kgl. öffentlichen

Bibliothek, des kgl. Kupferstichcabinets, des Haupt-Staatsarchivs, der Barbier-innung in

Dresden, des Bursenvereins der deutschen Buchhändler in Leipzig und des South

Kensington-Museums in London - gehören zweifellos zu dem Besten, was die Buchbinderei

 der Renaissance in Deutschland überhaupt geschaffen hat. Zwölf vorzügliche

Lichtdrucktafeln sind der sehr lesenstverthen Schrift, welche sich auch mit den allgemeinen

 ästhetischen Grundsätzen für die Verzierung der Buchüecken und Buchschnitte

zur Zeit der Renaissance beschäftigt, beigegeben. R-r.

a:

Thliren aus Turkestan. Fünf Tafeln nebst Text von F. R. Martin.

Stockholm, königl. Buchdruckerei, 1897. 40. 13 S.

So gering der Umfang dieser Schrift, so wichtig erscheint sie für die Kenntniss

und Beurtheilung centralasiatischer Kunst, in der sich bekanntlich die Einflüsse von

China und Persien kreuzen. Der Verfasser, der Centralasien gründlich bereist hat, war

in der glücklichen Lage, geschnitzte und eingelegte Holzthüren aufzufinden, die zweifellos

über Anordnung Timur's in Samarkand ihre Entstehung gefunden haben. Von dieser

gesicherten Grundlage ausgehend, vermochte er auch andere geschnitzte Thüren zu bustimmen,

 die sich zum Theil heute noch in Turkestan vorfinden, zum Theil aber in den

Besitz des Verfassers gelangt sind. Es steht zu hoffen, dass dieses Schriftchen nur den

Anfang einer langeren Serie von Publicationen aus der reichhaltigen Sammlung centralasiatischer

 Kunstgegenstände des Herrn F. R. Martin bilden wird, dem übrigens auch

das ihn zu seinen Conservatoren zahlende archäologische Museum in Stockholm manche

werthvolle Bereicherung rerdankt. R51,

n

In A. Ha rt l e b an's Verlag (Wien, Pest, Leipzig) ist ein B in du n gs - L exiko n

fü r S chaftw eb erei von Franz D0 nat, k. k. Fachlehrer, erschienen, das auf 160 Seiten

in Schwarz- und Rothdruck 4100 verschiedene Bindungen für z-zöschäftige Webstühle enthalt,

 und daher ein wahres Vademecum für die Interessenten der Schaftweberei zu bilden

bestimmt ist.



Bibliographie des Kunstgewerbes.

(Vom 15. Mai bis 15. Juni 1897.)

L Technik m A[[genlgjne_y_ A9;[he1ik_ Bucher, B. DieAufgnben der kunstgewerb--

 . .' liehen Museen. (S rechsaal I9; n. d.

Kunstgewerblzche: Unlerrzchz. _Mmhlgn' des k_ k? Oma": Mut.)

Amateur d'oeuvres d'un, parait räguliäre- Collon. Le Tresor des reliques de I: c:-ment

 du i" au 5 e! du 15 au zu de ihädrele de Puitiers. Reliques de sninle

chnque moin. H: nnnäe. No. x. z. nvril Vicioire Marose. 3'. 23 p. Poitiers, imp.

1897. 4' h 3 eoL, 8 p. nvec grav. Paris, Blais et Roy.

imp. Trouhlä. Abonnement annuel Fnxo. Drugendortf, H. Arehaeologische Mit-Bayer,

 Jos. Ueber den Sxil in den bild. iheilungen aus Südrußland. (Arch. An-Konuen.

 (Mannubl. d. wiSSEnSChIlll. zeiger 1897, 1.)

Club, 7.) Dreidux, Therese. Der gute Geschmack in

Bude, W. Die Berliner Akademie. (Pan, weiblichen Handlrbeiten. Eine Anleitg. zu

1896, 4.) [ zweckenlsprech. Wnhl der Arbeitsweisen
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.