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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1894 / 1)


Jacob von Bürden, als Nachfolger Jacob's von Ostayen, der mit Verfertigung

 des kaiserl. Brautkleides seinen guetten Vleis vnd Khunst erzeigt

'hat. Handwerker eigener Art sind ferner der Rüstmeister Mathiess Hascher,

der Zeltmeister Johann Nesskherr, und der Hofsattler Leopold Repenikh,

welche 1666 um die Hof-Livrecn einkommen. Der Maler Ferdinand Thomas

Renati bittet 1677 ihm die früher bewilligte freie Tafel bei Hof mit

Geld zu ersetzen, was gestattet wird, wobei wir erfahren, dass er von

weiland Erzherzog Ferdinand Carl von Tirol aus dein Judenthum zur

heil. Taufe gebracht und bisher als ein Ziehkind bei Hof gehalten wurde.

Conrad Rudolf Lüttig, kaiserl. Hofbefreiter Juwelier und Silberhandler,

soll an Stelle des verstorbenen ältesten Hofjuweliers Georg Fleischhacker

das Silbergeschirr in die kaiserl. Credenz- und Silberkammer liefern,

1678. Der keiserl. Trabant Hans Pirckner, welcher eine Zeit bei dem

Tapezierwesen auf Reisen und sonsten in Verwendung stand, sucht 1678

eine Beförderung, ebenso bittet 1679 Ambrosius Fuchs, der Gräfin von

Harrach Leibschneider, um eine Tapezierer-Gehilfenstelle.

Lorenz Anton Leti, Handelsmann und Spitzenkramer, klagt 1683,

dass ihm von seinem Conto per 6877 fl. 54 kr. für die durchlauchtige

junge Herrschaft, der Hofkontrollor 2574 fl. abgebrochen habe. Es wird

ihm geantwortet, dass er seine Waare der Gewohnheit gemäß überhalte,

er möge künftig billiger sein, massen Ihrer kay. Maj. Interesse vor Allem

zu beobachten eine Schuldigkeit ist. Anna Bayerin, Hof-Blümelmacheriti,

hat ihre Arbeit zu wolfeilem Preis gegeben und ist darüber in Armut

gekommen, bittet 1683 um eine Gnade, die ihr gewährt wird. Jodocus

Deens, mathematischer Instrumentenmacher, wünscht 1686, dass ihm die

Reparatur der Instrumente mit Titel eines Hof? Mathematischen lnstrumentenmachers

 bewilligt werde. Emerich Jacob von der Bürden wird

1686 als Kammer-Perlsticker an Stelle seines Vaters sel. angenommen.

Kupferdrucker Stefan Dietl meldet 1688, dass ihm vor einem Jahr Se.

Majestät ein Knählein aus der Taufe gehoben und ihn dabei einer Gnade

vertröstet habe; bittet um die I-Iof-Kupferdruckerstelle. Ihm aber sowie

Franz Wufün, 1688, erfolgt der Bescheid, dass die Hof-Kupferdruckerstellen

abgeschafft seien.

Bartholomaeus Auchter gibt an, dass er bei dem verstorbenen Abbe

Johann Anton von der Baaren, Inspector der kaiserl. Kunstkammer, vierzehn

 Jahre gedient und mit Hintansetzung des Seinigen in der Kunstkammer

 anlässlich der jüngsten türkischen Belagerung während derselben

ausharren musste; dann habe er sich in der verwittibten Kaiserin

Capellen brauchen lassen. Bittet um eine Anwartschaft, 1688. Der bekannte

 Kupferstecher Carl Gustav von Ambling zu München kommt

1690 um den Titel eines Hofkupferstechers ein. Er habe dem Churfürslen

 in die vierundzwanzig Jahre gedient, sei in neulich beschehener

Reformation entlassen, jetzt aber von der Churfürstin recnmmandirt

worden. Resolution: wenn er sich mit dem Titel begnügte, so könnte

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