MAK

Volltext: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Die Straßenbahnen. 
135 
Die große Breite der meisten Hallen erforderte die Anwendung der Oberlichtbeleuchtung. 
Diese wurde teils durch große Dachaufbauten mit Seiten- und Stirnfenster geschaffen, teils 
durch niedrige Dachreiter, wie solche in Abb. 85 ersichtlich sind. Die Hallendächer, die in einer 
Höhe von 5’2 m (Schienenoberkante bis Dachunterkante) versetzt wurden, sind teils als eiserne 
Dächer, teils mit Holzgesperren ausgeführt und fast durchwegs mit Holzzement eingedeckt worden. 
Die Putzgruben wurden teilweise so hergestellt, daß die Fahrschienen auf schmiedeeiserne 
Böcke aufgeschraubt wurden, teils wurden betonierte Pfeiler zu diesem Zwecke verwendet. 
Die einzelnen Putzgruben stehen miteinander in Verbindung, was die Untersuchung der Wagen 
untergestelle wesentlich erleichtert. Die Wagenhallen sind durchwegs heizbar, teils durch Öfen, 
teils durch Niederdruckdampfheizung. Sämtliche Hallen und Werkstätten sind mit elektrischer 
Beleuchtung, Nutz- und Trinkwasser, ferner mit Wascheinrichtungen und Kleiderschränken u. s. w. 
versehen. 
A und B Wagenhallen, C Montagehalle, D Werkstätte, E Kanzlei, J Verwaltung. 
Abb. 86. Lageplan des Bahnhofes Erdberg. 1 : 1800. 
Die allgemeine Anordnung eines solchen Bahnhofes geht aus dem Grundriß, Abb. 86, 
hervor. Jeder Bahnhof hat eine Reparaturwerkstätte zur Behebung der kleinen Ausbesserungen. 
Größere Ausbesserungen wie auch die Hauptrevision der Wagen und Umbauten aller Art 
werden in der Hauptwerkstätte vorgenommen, die sich nächst dem Betriebsbahnhof „Rudolfs 
heim“ befindet und deren aus Tischlerei, Schmiede, Dreherei, Montierungshallen und Lackiererei 
bestehenden Baulichkeiten auf dem Grundriß, Abb. 87, vereinigt sind. 
Die Erhaltung des gesamten Wagenparkes erfolgt in diesen Werkstätten, die noch er 
weiterungsfähig sind und mit allen, den neuesten Erfahrungen entsprechenden mechanischen 
Einrichtungen versehen wurden. 
2. Die elektrische Bahn nach Kagran. 
Die nach dem im Marchfelde gelegenen Orte Kagran führende Bahn beginnt in der 
Kronprinz Rudolf-Straße im zweiten Gemeindebezirke vor der Rampe der Kronprinz Rudolf-
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.