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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1894 / 10)

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in ausgezeichneter Weise; eine ganze Reihe von Platten und Gefäßen

sind in dieser Technik zu sehen. Die Preise sind natürlich sehr hoch.

Auch die russischen Bronzen sind sehr interessant, selbst für den,

der an dem sozusagen zottigen Genre dieser Arbeiten keinen Gefallen

findet; die Technik ist vollendet, der Guss rein, ciselirt wird fast gar

nicht. Hier ist besonders Woerffel (Petersburg) zu nennen, der auch

interessante Gefäße und Geräthe aus Bergkrystall, Porphyr, Nephrit,

Rhodonit, Malachit, Lapis-Lazuli, Jaspis, Aventurin, Labrador, Obsidian

zur Ausstellung gebracht hat. Hoch entwickelt sind auch die graphischen

Künste; die Photographien und Photozinkographien von Croiss (Petersburg),

 die Xylogravuren von Mironoff (Moskau) und die Chromotypolithographien

 von SolovieE (Moskau) zeigen ausgezeichnete Leistungen. Endlich

ist der großartigen Ausstellung von Frauenarbeiten zu gedenken, welche

Abtheilung, unter dem Protectorate der Kaiserin stehend, von den Damen

Vychnägradsky und Prinzessin Kireeff-Neswitsky, welch' letztere auch die

ständige Vertretung auf der Ausstellung besorgt, auf's Beste installirt

worden ist. Es sind etwa 18 Primärschulen, Progymnasien und Gymnasien,

 8 Klöster, ferner zahlreiche Gemeinden, Darnencomite's und ungefähr

 80 einzelne Damen durch Arbeiten vertreten, unter denen die

Spitzen, vor Allem aber die Stickereien von besonderer Schönheit sind.

Von England gilt dasselbe wie von den anderen Staaten, es ist

nicht reich vertreten; aber fast Alles, was England ausgestellt hat, ist

gut und erfreulich, und von jener Solidität, die eine Eigenthümlichkeit

der englischen Arbeiten ist. Dies fällt zunächst immer bei den englischen

Möbeln auf, deren peinlich exacte Ausführung auch solche Stücke anziehend

 macht, tiber deren Stil man im Unklaren bleibt. Eine ausgezeichnete

 Leistung, auch in stilistischer Hinsicht, ist die von Hampton

8t Sons (London) ausgestellte Copie des Saales des Hatfield-House (Sitz

des Marquis von Salisbury) im Stile der Elisabeth. Treßlich sind die

Möbel, vornehmlich die schönen, zierlichen und doch festen_ Stühle von

Henry (London) und die Zimmereinrichtungen von Howard ÖL Sons

(London); Letztere haben ein Buffet in amerkanischem Nussholz im sog.

Stile Jacobin und mehrere Stücke mit Elfenbeineinlagen ausgestellt, die

unübertrefilich sind. In der Gruppe Keramik fallen die treElichen Terracotten,

 darunter gute Nachbildungen der Tanagrafiguren von Arup Brothers

 auf, in der Gruppe Silberschmiedekunst die reizenden Arbeiten von

Wilson 8t Gill (London), Services im Empirestil und alle jene Gefäße

und Geräthe, deren das verfeinerte englische Leben bedarf; die Silbermontirung

 von Flacons, Gläsern und Tassen ist eine beliebte, reizvolle

englische Specialität.

In der spanischen Abtheilung interessiren vor Allem die Arbeiten

in Goldincrustation auf Eisen (Vasen, Schmuck, Rahmen) der Firma

Eguiazu (St. Sebastian), in der norwegischen die Emailarbeiten von Andersen

 (Christiania) undj-Iammer (Bergen). Andersen ist durch die Schriften
            
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