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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe IX (1894 / 11)

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Dagegen zeigt sich in einer Reihe von lllustrationswerken mittleren Ranges,

wie die dabei in Anwendung kommenden photographischen Reproductionsverfahren

 mit größtem Fleiß einer immer höheren Vollendung entgegengeflihrt

 werden. Das gilt sowohl für die lllustrationsmethoden, die einen

Tafeldruck erfordern, wie Heliogravure, Lichtdruck, Photo-Lithographie etc.,

als auch für jene, die sich in den Typensatz einfügen lassen, wie die

verschiedenen Zinkätzungen und Autotypien mit Kupferplatten. Namentlich

 die Zinkätzungen werden sowohl für den einfachen Schwarzdruck

wie für den Druck in mehreren Tönen und den polychromen Druck in

meisterhafter Vollendung hergestellt. Besonders auf die Vervollkommnung

des farbigen Cliche-Druckes wird viel Sorgfalt verwendet. So ist z. B.

bei Hachette soeben das schön illustrirte Werk: uGloires et souvenirs

militairesn erschienen, das mit Aquarell-Nachbildungen in Zinkotypie ausgestattet

 ist. Zahlreiche Cliche-Drucke in zwei Tönen zeigt das schöne

Rembrandt-Werk von Michel, brillante Illustrationen, ebenfalls in Zinkätzung,

 die nMarine francaiseu und vLes iles oublieesu. Holzschnitt und

Radirung kommt bei den französischen Buchillustrationen kaum noch in

Betracht. Die großen Auflagen und niederen Preise sind der Anwendung

dieser graphischen Verfahren nicht günstig. Die Radirung haben wir

unter den neueren Werken nur bei Boileau-Despreaux: vOeuvres

poetiqueu gefunden. Bei Firmin-Didot sind als Publicationen mit

außergewöhnlichem Luxus der Ausstattung in jüngster Zeit Le Bon:

"Les monuments de Plndeu mit 400 Heliotypien, darunter 125 Tafelbilder,

und Schlutnbergert wUn Empereur Byzantin- mit vier Chromolithographien

 und 240 Zinkätzungen, endlich Grandidier: v-La Ceramique

chinoiseu mit zahlreichen ausgezeichneten Heliogravuren von Dujardin zu

nennen. Die Librairies- lmprimeries reunies (Ancienne Maison

Quantin) veröffentlichen Soeben eine Monographie vljoeuvre de Gallandu

mit zoo vorzüglichen Heliogravuren nach decorativen Compositionen dieses

ausgezeichneten Meisters. Der ausführliche Text stammt aus der Feder

Havard's. Binnen Kurzem wird hier die Geschichte der französischen

Sculptur von Gonse erscheinen, deren zahlreiche und geschmackvoll

ausgeführte Zinkätzungen die Originale in vorzüglicher Weise wiedergeben.

 Von den übrigen Verlegern, die sich mit dem Kunstverlag befassen,

 haben auch Emile Rondeau und Aulanier in der großen Halle

ausgestellt. Andere, wie Ducher, Renuoard, Dally, Juillot etc. sind, wie

anzunehmen ist, in den Collectiv-Ausstellungen vertreten, die im ersten

Stocke untergebracht sind. Mit Sicherheit lässt sich dies desshalb nicht

sagen, weil bei den Collectiv-Ausstellungen orientirende Aufschriften

fehlen, und der Katalog sich als lückenhaft und unbrauchbar erweist.

Weniger verstreut als die Ausstellungen der Verleger, aber eingebettet

 in eine Fülle von Marktwaare verschiedenster Art und Qualität

sind die Schränke mit den Arbeiten der französischen Buchbinder. Ihre

Zahl ist ziemlich ansehnlich und gute Arbeit reichlich vertreten. Zwei

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