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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 2)

blos'zur Hälfte, über die Querhölzer hinweglaufen, weshalb er auch die

andere Möglichkeit offen hielt, es könnten beide Querhölzer blos zum

StraEhalten der Kette in verticaler Richtung gedient haben. Wie überflüssig

 Conze's Scrupel waren, beweist nun unser xböotischer WebstuhL

Bei genauer Beobachtung des Thatbestandes seitens des Vasenmalers

mussten da entweder aämmtliche Ketttäden zwischen den beiden Querhölzern

 siclhtbar sein, oder aber nur jeder zweite Kettfaden, je nachdem

der Maler die Kette außer Fachbildung oder in's künstliche Fach gestellt

darstellen wollte. Anstatt dessen sehen wir blos drei Kettfädenpsare

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Fig. 5.

sichtbar gemacht, und diese nicht einmal in regelmäßiger Alternirung.

Dies beweist doch klar, dass der Vasenmaler auf eine treue Darstellung

des Verlaufes der Kettfäden als ganz untergeordnet gar kein Gewicht

gelegt hat, trotzdem er die Haupttheile des Stuhles mit aller wünschenswerthen

 Klarheit wiedergegeben hat. Nach Analogie dessen werden wir

daher auch die Querhölzer am chiusinischen Webstuhl in der gleichen

Weise als zur Fachbildung bestimmt erklären dürfen, wie wir es hinsichtlich

 des böotischen Stuhles gethan haben. V

Ein weiterer Umstand, der Conze zu weitgehenden Erörterungen

und Vermuthungen Anlass gab, istvdas Vorhandensein einer besonderen
            
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