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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VIII (1893 / 4)

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dringlich ihre Sprache ist, doch nur über zwei Worte verfügt: Ja und

Nein, und welche auf ihre Sanction oft gar lange harren lässt.

Auf diese Weise ist dann die Weiterentwicklung der Ornarnentik

auch vor einem Wege geschützt, welcher dazu führen könnte, in der

empirischen Nachahmung der Erscheinungen, ohne tieferes Eindringen in

das Wesen derselben, in dem Waltenlassen unklarer, unmotivirter Ernpfindungen

 an Stelle des auf inductivem Wege erworbenen Verständnisses

 ihr Heil zu erblicken.

Auf Diejenigen aber, welche diesen allerdings bequemen Weg beschreiten

 wollen, mögen, wenn auch in diesem Falle nur mit dem Hinweis

 auf ein besonderes Feld der Kunstthätigkeit, die Worte Goethe's

Anwendung finden:

nDem glücklichsten Genie wird's kaum einmal gelingen,

Sich durch Natur und durch lnstinct allein

Zum Ungemeinen aufzuschwingen:

Die Kunst bleibt Kunst! Wer sie nicht durchgedacht,

Der darf aich keinen Künstler nennen;

Hier hilft das Tappen nichts; eh' man was Gutes macht,

Muss man es erst recht sicher kennenm

Angelegenheiten des Oesterr. Museums und der mit

demselben verbundenen Institute.

Seine k. u. k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Carl

Ludwig hat am 27. v. M. die Ausstellung von Arbeiten des Malers

Eduard Kaiser und am 24. v. M. die von der Firma R. Chwalla St Sohn

ausgestellten, für Chicago bestimmten Posarnenteriewaaren besichtigt.

Se. k. u. k. Hoheit der durchl. Herr Erzherzog Ludwig Victor

besichtigte am 30. v. M. die Ausstellung der Arbeiten des Malers Ed. Kaiser.

Se. k. u. k. Hoheit der durehl. Herr Erzherzog Rainer hat am

2a. v. M. die vom Maler Eduard Kaiser veranstaltete Ausstellung mit

einem Besuche beehrt.

Se. Excellenz der Herr Handelsminister Marquis Bacquehem hat

am 29. v. M. Nachmittags die Ausstellun der Firma R. Chwalla 8c Sohn

und die Eduard Kaiser-Ausstellung im esterr. Museum besucht.

Ausstellung von Arbeiten des Malers Eduard Kaiser. Am

Sonntag den 19. v. M. wurde im Saal IX die vom Maler Eduard Kaiser

veranstaltete, aus zoo Blättern bestehende Ausstellung seiner Arbeiten

eröifnet. Sie enthält Aquarelle und Lithographien (Bildnisse der kaiserlichen

 Familie, von Staatsrnännern, Militärs, Abgeordneten) und eine Anzahl

 der nach Aquarellen Kaiser's für die Arundel Society hergestellten

Prämienblätter. 133 Blätter der Collection sind Eigenthum der k. u. k.

Familien-Fideicommies-Bibliothek.

Bibliothek den Gesten. Museums. Vom u. März bis 20. 0:-tober

 ist die Bibliothek, wie alljlhrlich, an Wochentagen -- mit Ausnahme

 des Monu s - von g bis 2 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von

g bis x Uhr geb net.
            
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