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Dankbarkeit. Unser Verein, der seiner Theilnahme an der Feier ein
äußeres bleibendes Zeichen zu verleihen wünschte, glaubte dies am
besten durch Prägung einer Medaille zu thun. Es war nur selbstverständlich,
dass die erste dieser Medaillen mit Zustimmung Euerer
kaiserlichen und königlichen Hoheit der Kunstgewerbeschule verliehen
wurde, als Ausdruck der Dankbarkeit und der vollsten Würdigung
und Anerkennung ihrer segensreichen Wirksamkeit seitens
Derer, welchen diese Schöpfung in erster Linie zu Gute gekommen ist.
Der Wiener Kunstgewerbe-Verein, welcher sich auch hier als der
berufene Wortführer des ganzen Standes in Oesterreich betrachten
darf, spricht bei dem heutigen feierlichen Anlasse aber vor Allem
auch Euerer kaiserlichen und königlichen Hoheit, als dem hohen
Protector der in diesem Hause vereinigten Institute, erneuert unterthänigen,
innigen Dank aus für die gnädige Fürsorge, welche Euere
kaiserliche und königliche Hoheit dem Kunstgewerbe seit der Wiederbelebung
desselben in unserem Vaterlande allzeit zuTheil werden ließen.
Euere kaiserliche und königliche Hoheit haben Ihre Hand stets
schützend über dieses Haus gehalten, in welchem Alles, was im
österreichischen Kunstgewerbe gut, erfreulich und mustergiltig ist,
seinen Ursprung hat.
Dem unauslöschlichen Danke hiefür Ausdruck zu geben, ist_den
Kunstgewerbetreibenden Oesterreichs Ehrenpflicht und Herzensbedürfniss,
und sie vereinigen sich in dem begeisterten Rufe: Gott schütze
Euere kaiserliche und königliche Hoheit und das ganze kaiserliche
Haus!
Wien, am 9. October 1893.
Der Wiener Kunst ewerbe-Verein.
B
(Folgen die Unterschriften.)
Se. k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr Protector Erzherzog
Rainer erwieclerte diese Ansprachen mit folgenden Worten:
Gerne bin ich heute hier erschienen, um mit lhnen, meine Herren,
den z5jährigen Bestand der Kunstgewerbeschule des Oesterreichischen
Museums zu feiern. Es gereicht mir dies zu um so größerer Freude, als
ich als Protector des Oesterreichischen Museums auch an der Gründung
der durch die Gnade Seiner Majestät des Kaisers geschaffenen Kunstgewerbeschule
theilnehmen und im steten Verkehre mit dieser Anstalt
ihre Entwicklung, ihren wachsenden Einfluss und die großen
Erfolge beobachten konnte, auf welche wir heute mit patriotischem
Stolze zurückblicken dürfen.
Dank dem Wohlwollen Seiner Majestät des Kaisers und der
unausgesetzten Fürsorge, welche die Unterrichtsverwaltung diesem
Institute einsichtsvoll angedeihen ließ, und thatkräftig gefördert durch
das Curatorium, die Direction des Oesterreichischen Museums, sowie