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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VII (1892 / 7)

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Jahres 1625 betrachtete ihn sogar als einen Kanizsa gegenüber besonders wichtigen 
Wachtposten, zu dessen Befestigung er königliche Festungsbaumeister beorderte; die 
Kriegsrobot von Somogy, Zala, Veßprim und anderen Comitaten wurde gleichfalls 
hieher dirigirt, ja der Reichstag entsandte zur Beaufsichtigung der Befestigungsarbeiten 
eine Landeskommission. Nach Vertreibung der Türken und Beendigung der Bürger 
kriege gab Karl III. im Jahre 1715 Zalavär nebst einigen alten Besitzungen desselben 
den Benediktinern zurück, vereinigte jedoch die Abtei mit der von Göttweig, der sie nun 
untergeordnet blieb. Diese ließ Kloster und Kirche in möglichst einfacher und sparsamer 
Weise wieder aufbauen, aber nicht mehr in dem sumpfigen Zalavär, sondern zwar im 
Zala-Thale, jedoch etwa neun Kilometer weiter oben in Zala-Apati, wo erst das 
Kloster, dann (1774 bis 1775) die Kirche gebaut wurde. Der Konvent, dessen Wieder 
errichtung als beglaubigter Ort schon durch den Reichstag von 1598 verfügt worden 
war, begann seine Thätigkeit eigentlich erst 1758 wieder, da sein Archiv erst um diese 
Zeit von Eisenburg nach Zala-Apati zurückgebracht wurde. Der Reichstag vom Jahre 
1802 verfügte die Unabhängigkeit der Abtei von der ausländischen Erzabtei Göttweig 
und wollte sie als selbständige vaterländische Abtei sehen, doch gelangte dies erst nach 
71 Jahren (1873) zur Ausführung. Seitdem ist zwischen ihr und Göttweig jede Ver 
bindung abgebrochen. 
Csatär war einst gleichfalls eine Benediktinerabtei, die um 1137 durch den Gespan 
Martin und dessen Frau Magdalena zu Ehren des heiligen Petrus gestiftet wurde. Es 
liegt südlich von Zala-Egerszeg nahe der Egerszeger Bahnlinie, zwischen den Bergen der 
einst reich bewaldeten Gegend. 
Die Puszta Hidväg, südlich von Zalavär an der Keszthely-Kanizsaer Straße, liegt 
etwa vier Kilometer vom kleinen Plattensee und gehört zu Zalavär. Ihr einst sumpfiges 
und auch jetzt noch durchfeuchtetes Gebiet überragt den Hochwasserstand des Plattensee's 
nur um wenige Meter. Die Niederlassung ist alt, da das Zala-Flüßchen hier am leichtesten 
zu überbrücken war; auch bestand hier seit Urzeiten eine Brücke und diese hat dem Orte 
seinen Namen gegeben (Hidveg — Brückenende). Nach dem Falle Kanizsa's wurde es 
wichtig, den Brückenkopf zu befestigen und hier ein Fort zu erbauen, um den Türken in 
Kanizsa die Raubzüge jenseits des Plattensee's zu erschweren. Die Errichtung des Werkes 
wurde durch den Reichstag des Jahres 1659 verfügt. Wall und Graben sind verschwunden 
und dichter Graswuchs deckt ihre Stelle. 
In nächster Nähe bei Zala-Apäti liegt gegen Norden am Fuße eines niedrigen 
Waldgebirges Szent-Györgyvär (St. Georg). Seine kleine Festung, die den Weg 
durch das Zalathal schützte, wurde auf Anordnung des 1567er Reichstages verstärkt. 
Besitzer waren bis in die letzte Zeit die Grafen Szächenyi.
	        
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