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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe VI (1891 / 12)

MITTHEILUNGEN 
K. K. OESTERREICH. MUSEUMS 
KUNST UND INDUSTRIE. 
Monatschiiztwxfawgmvrlstgewerbe. 
Herausgegeben und redigirt durch die Direclion des k. k. Oesterr. Museums. 
lrn Commissionsverlag von Carl Gerohfs Sohn in Wien. 
Abonnementspreis per Jahr ü. 4.- 
Nr. 72. (315). WIEN, December 1891. N. F. VI. Jahrg. 
 
lnhllt: Du knnilhiltorieche Hufmnueum. Von B. - Kunnlgewerbliches au: England. Von Hans Macht. 
(Sohln - Angelegenheiten du Oeuerr. "Muieum: und der mit delnwelben verbundenen In- 
Itimle. - Linernlurberichh- Bibliographie den Knnltgewerbes - Notizen. 
  
Das kunsthistorische I-Iofmuseum. 
Die längst ersehnte Vereinigung der bisher mannigfach zerstreuten 
Kunstschätze aus dem Besitze des Allerh. Kaiserhauses ist nun zur That- 
sache geworden. In glänzend ausgestatteten Räumen sehen wir die Werke 
der Plastik, der Malerei und der Kleinkünste versammelt, die früher im 
oberen und im unteren Belvedere und in verschiedenen Theilen der 
Hofburg untergebracht waren. lst es auch der ausgesprochene Zweck 
des neuen Hofmuseums, wdie Blüthe des Kunstlebens und Kunst- 
sinnes in der Geschichte des Allerh. Kaiserhauses zu erweisen" und soll 
es win diesem Sinne ein privates Gepräge bewahrenu; waren daher auch 
für die Anordnung der Gegenstände zum Theil andere Rücksichten maß- 
gebend, als in Sammlungen befolgt zu werden pflegen, denen praktische 
Ziele gesteckt sind, so bietet es doch auch eine in verschiedenen Be- 
ziehungen unvergleichliche Gelegenheit zum Studium. Erst jetzt wird 
es möglich, eine Uebersicht über den Wiener Bestand an Kunstwerken 
zu gewinnen, und wir werden nicht verfehlen, uns mit den Zweigen, 
welche in das Arbeitsfeld des Oesterr. Museums fallen, eingehend zu 
beschäftigen. Für diesmal ist nur ein rascher Gang durch den Palast 
beabsichtigt. 
Dieser selbst in seiner großartigen Anlage und überaus reichen Aus- 
stattung im Aeußern und Innern gewährt bereits ein Bild munificentester 
Kunstpüege, und die blendende Pracht, die fast über alle Räume aus- 
gebreitet ist, zeigt zugleich, über wie viele ausgezeichnete Kräfte auf 
allen Gebieten der decorativen Künste Oesterreich heute verfügt. Den 
Jlhrg. 189i. 16
	        

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