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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XII (1877 / 139)

hauer Schindler in WVien; - Alt-Wiener Porcellan , Eigenihum des Herrn M. Blum;

- Oelgemälde nach einer Landschaft von Kriehuber, copirt von Fräulein Marie von

Wening-lngenheim; - zwei Karyatiden, entworfen und modellirt von Bildhauer

Moriz Gedon in München, Gypsabgüsse aus dem Atelier des Museums. - im Saal IX

des Museums wurde eine Ausstellung von Ornarnentsiichen der deutschen Schule vom

15, bis zum i7. Jahrhundert veranstaltet. - Ferner wurden neu ausgestellt: Schaukelfauteuil

vom Bildhauer Z. J. Jäckl; - zwei Facher auf Seide gemalt von Frau Louise Lübke;

_ Silberpokal mit eingesetzten Goldmünzen ausgeführt von F. Jauner in Wien, Eigenthum

 des Fürsten Joh. Adolph zu Scharzenberg; Kästchen sammt Tisch mit Elfenbein

 eingelegt, Eigenthuin des Herrn August Meyer; - eine Collection Bronzeleuchter

von Albert Samassa in Laibach.

(Plastische Modelle.) Um dem dringenden Bedürfnisse nach einer systematisch

angelegten, nach den Unierrichtsstufen fortschreitenden Sammlung von Anschauungsbehelfen

 und plastischen Modellen für den Zeichenunterricht an Gymnasien, Realgymnasien,

 Realschulen. (Tages-) Gewerbeschulen, Lehrer- und Lehrerinneu-Bildungsanstalten,

Bürgerschulen und gewerblichen Fortbildungsschulen zu genügen, hat sich der Herr Minister

 für Cultus und Unterricht bestimmt gefunden, die Anfertigung einer derartigen,

theils aus Draht-, lheils aus anderen plastischen Modellen bestehenden Sammlung anzuordnen.

 Diese Sammlung besteht aus fünf Serien und zwar: perspectivische Apparate,

elementare Draht- und l-lolzmodelle; architektonische Elementar-formen (Holzmodelle);

architektonische Stylformen (Gypsmodelle); ornamentale Stylformen (Gypsmodelle) und

figurale Gypsmodelle. - Mit Rücksicht auf die Lehrziele sind für Gymnasien und Realschulen

 sowie für Gewerbeschulen (Tagesschulen; sammtliche fünf Serien, für Lehrerund

 Lehrerinnen-Bildungsanstalten und Bürgerschulen die erste und zweite, für gewerbliche

 Fortbildungsschulen (Abend- oder Sonntagsschulen) die erste, zweite, dritte und

vierte Serie bestimmt. Die Anschalfung der ganzen Sammlung ist für die obgenannten

Anstalten insofern obligatorisch, als dieselben im Interesse einer einheitlichen Organisation

des Zeichenunterrichtes angewiesen wurden, wenn sie eine Lehrmittelsammlung für den

Zeichenunterricht anzuschaffen in dem Falle sind, die vorerwahnte Sammlung zu beziehen.

(Allgemeine Zeiohsnsohnle im IX. Bezirke.) Seit der Errichtung wurde diese

Schule besucht: lm Schuljahr i874[75 von 55, i875[76 von 69, und i876[77 von 77

Schülern. Nach Studien oder Beschäftigung vertheilen sich die Schüler:

Im Schuljahre

i8 5 18 5! 6 18 6 '

a) Volks- und Bürgerschul Schüler, welche der Schulpflicht 74,7 7 7 7 h]

genügt, dann Realschüler, welche die vierRealschulclassen

absolvirt und sich einer gewerblichen oder kunstgewerb-



lichen Richtung zuwenden . . . . . . . . . 9 iu 16

b) Gymnasialschüler von verschiedenen Gymnasien aus der

V., Vl., Vll. und Vlll. Classe . . . . . . . . io ii io

c) Handels-Akademiker . _ _ , , _ _ _ _ _ , 3 2 l

d) Universitatshörer (Stud. philos. und medic.) . . . . 7 i i

e) Gewerbetreibende . . . . . . . . . . . . 4 i 8

f) Kunstgewerbetreibende . . . . . . . . . 7 i5 zo

- Angestellte:

g) Volks- und Bürgerschullehrer . . . . . . . 5 5 7

h) Doctoren der Medicin . . . . . . . . . . i 2 -

i) K. k. Officiere . . . . . . . . . . . . 2 4 7

k) Technische Beamte, Private und Privntbeamte . . . 7 iz 7

Summa . 53 69 77

An andere Anstalten übergetreten sind im Laufe der drei Jahre: An die Akademie

der bildenden Künste 8, an die technische Hochschule 5, an die Bau- und Maschinenschule

 2, an andere allgemeine Zeichenschulen 2.

(Wiener Hauenerwerbverein.) Mit dem ersten Semester des laufenden Schuljahres

 wurde das Uebungscomptoir des Vereines geschlossen. Die Schülerinnen dieses

Instituts, welche vorerst zwei Jahrgänge der Handelsschule absolvirt haben, führen die

mannigfaliigsten comptoiristischen Arbeiten einer dreimonatlichen Geschaftsgebalirung

sammt Abschluss und Liquidation aus und erlangen hierdurch jene Sicherheit und Gewandtheit,

 die sie in den Stand setzt, jeder Anforderung in diesem Zweige kaufmännischer

Thatigkeit zu entsprechen. Der Verein ist bemüht den absolvirien Schülerinnen des

Uebungscomptoirs geeignete Stellen zu vermitteln. Aus der Maschinenstrickereischule

sind mehrere Schülerinnen nach zurückgelegter Lehrzeit ausgetreten, so dass der Verein

in der Lage ist, neue, sowohl zahlende als unentgeltliche Schülerinnen aufzunehmen,
            
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