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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 11 und 12)

Slx

relief die Krönung Marias. Christus und die Muttergottes sitzen auf einem

Doppelthron, welcher von zwei fliegenden Engeln getragen wird.

C. DAS PORTAL DES I-IAUPTSCI-IIFFES (Abb. 8). Die Architektur

entspricht den zwei erstgenannten, jedoch die Kapitelle sowie das Tympanonrelief

 sind Arbeiten des vorgeschrittenen Trecento und stehen mit dem

Magister Johannes nicht im Zusammenhang. Das Relief mit der Kreuzigung

Christi am Tympanon ist, wie auch auf der Reproduktion deutlich entnommen

werden kann, in späterer Zeit eingefügt worden. Dem Stile nach zu urteilen



Abb. G. Venzone, Dom, linkes Seitenportal

ein einheimisches Werk unter lombardischem Einüuß. Für unsere weiteren

Ausführungen kommt dieses Relief nicht in Betracht.

Wie in Gemona ist der Charakter der Skulpturen an den Portalen A und B

provinziell und zurückgeblieben. Auch hier dieselben zackigen, scharf

gebrochenen Falten an den Gewändern. Während aber in Gemona die

Gesichter mit großen Augen in die Leere starren, finden wir in Venzone,

besonders an den Figuren des rechten Seitenportales, jenes archaische

Lächeln, das, freilich mehr als ein Jahrhundert vorher, ein Charakteristiken

der Frühgotik gewesen war: vielleicht ein Fortschritt in der Entwicklung der

Kunst des Magister Johannes oder wahrscheinlicher das Mitarbeiten anderer

„tajapiera". Wie dem auch sein mag, eine Tatsache müssen wir nun fest-
            
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