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relief die Krönung Marias. Christus und die Muttergottes sitzen auf einem
Doppelthron, welcher von zwei fliegenden Engeln getragen wird.
C. DAS PORTAL DES I-IAUPTSCI-IIFFES (Abb. 8). Die Architektur
entspricht den zwei erstgenannten, jedoch die Kapitelle sowie das Tympanonrelief
sind Arbeiten des vorgeschrittenen Trecento und stehen mit dem
Magister Johannes nicht im Zusammenhang. Das Relief mit der Kreuzigung
Christi am Tympanon ist, wie auch auf der Reproduktion deutlich entnommen
werden kann, in späterer Zeit eingefügt worden. Dem Stile nach zu urteilen
Abb. G. Venzone, Dom, linkes Seitenportal
ein einheimisches Werk unter lombardischem Einüuß. Für unsere weiteren
Ausführungen kommt dieses Relief nicht in Betracht.
Wie in Gemona ist der Charakter der Skulpturen an den Portalen A und B
provinziell und zurückgeblieben. Auch hier dieselben zackigen, scharf
gebrochenen Falten an den Gewändern. Während aber in Gemona die
Gesichter mit großen Augen in die Leere starren, finden wir in Venzone,
besonders an den Figuren des rechten Seitenportales, jenes archaische
Lächeln, das, freilich mehr als ein Jahrhundert vorher, ein Charakteristiken
der Frühgotik gewesen war: vielleicht ein Fortschritt in der Entwicklung der
Kunst des Magister Johannes oder wahrscheinlicher das Mitarbeiten anderer
„tajapiera". Wie dem auch sein mag, eine Tatsache müssen wir nun fest-