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Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 11 und 12)

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weise auch sogar reicheren Durchbildung unterworfen worden. In der 
Beschreibung von bosnischen Sitten und Gebräuchen von A. Hangi ist 
mancherlei Interessantes über die Wohnsitten gesagt, während die Studien 
Professor Meringers über das bosnische Haus eine Reihe interessanter Auf- 
nahmen zeichnerischer und geometrischer Natur bieten, die mit den ethno- 
graphischen Untersuchungen 
des Verfassers zusammen- 
hängen, aber seiner Theorie 
widersprechen. Über die re- 
zenten Pfahlbauten Bosniens 
(in Donja Dolina) hat V. Cur- 
Öic eine besondere Studie ver- 
öffentlicht. 
Das k. k. Volkskunde- 
museum in Wien besitzt ein 
interessantes Hausmodell und 
mancherlei Hausrat des bos- 
nischen Hauses. Das Modell 
mit seinen abhebbaren Ge- 
schossen gibt einen guten 
Einblick in das Innere und 
stellt einen sehr charakteri- 
stischen Haustypus dar. 
Es bildet eine gute Er- 
gänzung zu dem von Meringer 
veröffentlichten Hause des 
Dedo und I-Iasan Muftiö in 
jezero, einem alten und typi- 
schen Gebäude, das einer Fa- 
milie osmanischer Herkunft 
gehörte. 
Hangi beschreibt das 
Wohnhaus in folgenderWeise : 
„Die I-Iäuser der Mos- 
15m5 in Bosnien und in der Bauernhaus und Bäuerin aus llidie 
Hercegovina sind zumeist 
vorwiegend aus Holz gebaut. Erst in den letzten Jahren haben einige nur 
hartes Material, Steine oder Ziegel zum Baue ihrer Häuser verwendet. 
Während der früheren ottomanischen Verwaltung gehörten ganz gemauerte 
Häuser zu den Seltenheiten. Einen solchen Herrensitz nannte das Volk 
„Kula" (Turm) und schätzte nach dem Äußeren den Reichtum des Besitzers 
ab. Die I-Iäuser besitzen immer einen viereckigen Grundriß, sind innen und 
außen mit Kalk weiß getüncht und zeichnen sich durch reinliches Aussehen 
aus. Nahezu alle mosleminischen I-Iäuser in Dorf und Stadt sind einstöckig.
	        
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