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Full text: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 11 und 12)

weil es für die Kirche 
in der Alserstraße zu 
groß war. Die Lokal- 
tradition von Wim- 
passing weiß zu 
berichten, daß das 
Kreuz auf der Leitha 
heraufgeschwommen 
kam. 
Zu vergleichen 
mitdenobgenannten 
Kruzifixen ist weiter- 
hin ganz besonders 
das aus Blei gefer- 
tigte in der Sakristei 
des Zisterzienser- 
stiftesHeiligenkreuz, 
welches der Tradi- 
tion nach ebenfalls 
von Donner her- 
rührt} Die Ent- 
stehungszeit ist nicht 
bekannt. Auch hier 
ist das Kreuz selbst 
aus poliertem Holz, 
der Gekreuzigte aus 
Blei. Körpergröße 
76 Zentimeter. Jeder 
Fuß ist besonders 
Abb. g. Schrank in der Dompropstei zu Klagenfurt mit einem Nagel 
angeheftet. Beson- 
ders übereinstimmend ist die Behandlung der Hände zwischen diesem und 
den beiden Gurker Exemplaren. 
Wesentlich verschieden, dazu auch recht flüchtig in der Ausführung, ist 
das Bleikruzifix an der Tür des von Moll gefertigten Tabernakels am Gurker 
Kreuzaltar. Hier sind beide Füße mit Einem Nagel angeheftet. Das früher 
Donner zugeschriebene Kruzifix in der Hofburgkapelle zu Wien rührt nach 
Dregers Untersuchung wahrscheinlich von Känischbauer her. 
Als Renaisancemensch hat Donner den Heiland am Kreuze nicht oft 
und augenscheinlich nur auf Bestellung geschaffen. Ungleich lieber hat er 
die Kreuzabnahme dargestellt, insbesonders an Tabemakeltüren, wovon die 
in Schönbrunn und Preßburg sowie die Wachsmodelle im Wiener Hof- 
rnuseum Zeugnis geben. 
" Vgl. Mayr, „G. R. Donner", Wien xgoy, Tafel g a.
	        
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