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Full text: Monatszeitschrift XXI (1918 / Heft 11 und 12)

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Beide Künstler sind zugleich und, wie es scheint, ursprünglich Por- 
zellanmaler gewesen. Doch fehlt es an Aufschlüssen über ihre diesbezügliche 
Tätigkeit. Meines Wissens ist bisher nur eine Arbeit des jüngeren Mohn, 
eine Doppelsilhouetten-Bechertasse des Hallenser Museums für Kunst und 
Kunstgewerbe mit der Signatur „G. Mohn pinxit 1 Leipzig im Merz i 1807" 
und mit der unter dern Boden des Bechers eingebrannten Inschrift „Für die 
Unsrigen in Dölitz am Berge" veröffentlichtf" in deren Schattenrissen wir 
mit großer Wahrscheinlichkeit die beiden Künstler selbst erkennen dürfen. 
 
a b c d 
Abb. x. a Obertasse, kampanische Form. x8o5 (Sammlung Lang-Berlin); b Antikglatte Deckeltasse, 1804 
(Sammlung Lipprnann-Berlin); c Konischglarte Tasse, Berlin 1803 (Sammlung Foerster-Berlin); d Antikglatter 
Becher, x8o4 (Sammlung Lang-Berlin) 
Die Kirchenbücher von Delitz bei Halle lassen, wie Sauerland mitteilt, tat- 
sächlich erkennen, daß am Anfang des XIX. Jahrhunderts eine Familie Mohn 
M- vielleicht also die Eltern des Samuel Mohn 7 dort ansässig gewesen ist. 
In den Abbildungen zeigen wir heute einige weitere Silhouettentassen aus 
der Königlichen Berliner Porzellanmanufaktur, die durch ihre Signaturen 
als Arbeiten des Samuel Mohn gesichert sind. Die früheste Mohntasse mit 
männlicher und weiblicher Silhouette auf dem Becher und der Inschrift „am 
3. Septembr 1803" im Spiegel der Unterschale (Abb. 1c) trägt unter dem 
Boden die Signatur „Mohn f. o3". Die Bezeichnung „Mohn f. 1804" findet 
sich am Boden der zylindrischen Deckeltasse der Sammlung Lippmann- 
Berlin, deren Silhouette mit einem Blumengewinde und deren Schale mit dem 
Blumenbuchstaben W verziert ist (Abb. 1b), sowie unter einem zylindrischen 
Becher der Sammlung Lang-Berlin mit drei Silhouetten (Abb. 1 d). Die Ober- 
" Sauerland, a. a. O.
	        
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