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Full text: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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man beobachten, wie die Höhenlagen der Türen und der Gebälke der 
Fenster dem Vorbilde Rechnung tragen und wie nur geringfügige Abweichun- 
gen in der Form der Profile die spätere Entstehungszeit verraten. Die Ver- 
einigung der beiden Kirchen war das Werk des Udineser Baumeisters Luca 
Andreoli (17xo bis 17x I);"' die Kapelle aber wurde erst 1748 vom Patriarchen 
Daniele Dolfin eingeweiht. 
Die weite und freie Fläche des um einige Stufen erhöhten Plateaus 
des Platzes aber wird durch zwei bemerkenswerte Denkmale geschmückt. 
Der Kirchenfassade sich nähernd, erhebt sich die hohe Säule mit dem 
 
Abb. 4. Der Mercato nuovo zu Udine, im Vordergrund die Fontäne Giuvannis da Udine 
Standbilde der Muttergottes; ihr gegen die Höhe zu sich stark verjüngender 
Schaft wird mit relieiierten Ringwulsten unterbrochen" (Abb. 7). Eine 
Kapitälscheibe dient als Unterlage für einen von nackten, fähnchentragen- 
den Putten umstellten Säulenstumpf, der als Bekrönung die hochgewachsene 
Statue der Madonna mit dem Kinde und dem Stadtrnodell in den Armen 
aufweist. Über den Urheber dieses Werkes erbringen die Stadtguiden und 
desgleichen die wertvollen archivalischen Nachforschungen Joppis keinen 
Anhaltspunkt; doch wird ziemlich allgemein die Entstehung der Guglia in 
das Jahr 1487 versetzt und auf die Anregungen des Statthalters Lippornano 
5' Pfarrarcbiv von S. Giacomo, Busta X. - Madrassi, a. a. 0., Seite 58. 
ß" An dem oberen Steinring, der ein Kettenband vortäuschen soll, ist ein herausstehender Eisendorn 
bemerkbar; er diente zur Befestigung der Marktglocke, wie dies noch die Lithographie von G. B. Cecchini zeigt 
(erste Hälfte des XIX. Jahrhunderts).
	        
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