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Full text: Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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Es ist charakteristisch für die Kunstentwicklung in Udine und überhaupt 
in Friaul, daß durch den Verlauf der aufeinanderfolgenden Jahrhunderte, 
fast ausnahmslos bei jeder Gelegenheit, wenn ein gewichtigerer Auftrag, eine 
bedeutendere Umänderung oder Ausgestaltung geplant und vergeben werden 
sollte, die Heranziehung fremder Künstler angezeigt erschien. Nur in seltenen 
Fällen und im Schoße nicht lang andauernder Epochen, etwa zu Lebzeiten 
Giovanni daUdines, Pordenones und Pomponio Amalteos fand man im eigenen 
Lande Künstler vor, die den Ansprüchen der Auftraggeber genügten. Im 
allgemeinen aber stellte man sich freiwillig unter eine Art von Vormundschaft, 
wenn man, des eigenen Unvermögens bewußt, das Zutrauen zu den künst- 
lerischen Anlagen der heimischen Meister nicht aufzubringen wagte: so war 
es im Jahre 1366 der Fall gewesen, als die Udineser für den Bau ihrer Kathe- 
drale vom Dogen Marco Cornaro die Überlassung des „magister Petrus Paulus 
murator . . . ." verlangten, dessen von Maniago versuchte Identifizierung mit 
Pier Paolo delle Massegne Paolettiik nicht zutreffend erschien. S0 hatte Giovanni 
Fontana den Kastellbau übernommen; so errichtete Palladio die Porta Bojani 
am Ausgange der Kastellstiege gegen die Piazza Contarena und den präch- 
tigen, unvollendet gebliebenen Palazzo Antonini. Der Dom von Cividale ist 
das Werk Pietro Lombardis und Jacopo Sansovino wurde zur Begutachtung 
eines Projektes der Vergrößerung des Domchores und zur Beurteilung der 
"i Paoletti, a. a. 0., Textband Seite 5.
	        
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