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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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unseres uralten Kunstbesitzes, ewig währender Grundbegriffe, Ziele und Triebkräfte des

Schaßens aufgebaut und vermeiden jene Taktik des Verblüffens, die uns die Freude am

Neuen und momentan Wirksamen so leicht verdirbt.

Nicht im Abreißen der Zusammenhänge liegt das Verdienst einer jungen Generation,

nicht im Zerstören des Bestehenden liegt die notwendige Vorarbeit für das Aufbauen

neuer Werke. Wenn einzelne diese Illusion sich vortäuschen wollen, um ihren Mut zu

kräftigen, so bleibt es die Pliicht der Besonnenen, diesen Eifer zu hemmen. So ist es ein

Verdienst dieser kleinen inhaltsreichen Darbietung, neuen Raum gegeben zu haben, ohne

das Bestehende zu verhöhnen.

PROTESTAÜSSTELLÜNG. Im Palmenhaus des Kaisergartens findet eine

Sammlung von Bildern und Plastiken ihre räumlich günstige Aufstellung, die einen

Protest gegen die

Gepflogenheiten der  E; A

Ä

,_  i;

6. ' .-Künstlervereinigun-



 „Künstlerhaus"

und „Sezession" bildet,

 weil diese Werke

keine Aufnahme fanden.

 Bildhauer Karl

Gelles fiihrt den Reigen

 der Zurückgewiesenen

 mit Tat und

Wort.

Sicherlich ist

unser Ausstellungswesen,

 unser zersplittertes

 Vereinswesen

lange schon reif zu

gründlicher Umgestaltung.

 Privilegientum,

 Koterieherrschaft,

 räumliche

Schwierigkeiten haben

 unseren künstlerischen

 Ereignissen

einen unnötig bitteren

Grundton verliehen.

Außer den wesentlichen

 inneren Widersprüchen,

 Zielverschiebungen,

 Kampfstimmungen

 spielen

da auch wirtschaftliche

 Reibungen mit,

die wohl aus dem

Kunstleben ausgeschaltet

 werden

müßten.

Was aber im

Palmenhaus geboten

wird, läßt fast nur die



Gepunzte Gefäßverzierung von Hans Hinz

(Aus dem Katalog der Ornamentstichsammlung des Österr. Museums)

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