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MAK

Full text : Monatszeitschrift XXII (1919 / Heft 9 und 10)

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vollstem Maße und nicht bloß in dem Sinne, daß es die Tiroler Heimatschutzsorgen behandelt.

 Diese führen in dem Buche zumeist auch zu grundsätzlichen Erörterungen auf

den verschiedenen Gebieten des Heimatschutzes. Dem Ganzen aber liegt ein kenntnisreich

und warmherzig gezeichnetes Kulturbild von Land und Leuten in Tirol zugrunde, das

dessen Eigenart aus ihrem geschichtlichen

 Werden erklärt, dabei

manches in sehr eingehender Darstellung

 erörtemd. So gab Zimmeter

seinen Tiroler Landsleuten recht

eigentlich ein Heimatbuch, das

ihnen zugleich Pflicht und Mittel

des Heimatschutzes nahebringt. Ich

meine, daß der Vorgang dieser Zusammenfassung

 für den erstrebten

Zweck sehr vorteilhaft ist. Unsere

Heimatschutzliteratur besteht größtenteils

 aus Einzelabhandlungen

oder Einzeldarstellungen; größere

Zusammenfassungen aber stellen

meist das Grundsätzliche in den

Vordergrund ohne die Nutzanwendung

 auf ein bestimmtes Landesgebiet

 oder ohne Vollständigkeit auf

den einzelnen Sachgebieten des

Heimatschutzes. Diese sind in dem

vorliegenden Buche alle einbezogen.

Es mag angesichts der sowohl in

der Bevölkerung wie in der Literatur

 oft bemerkbaren Unklarheit über

diese Gebiete, der Unsicherheit und

des Wechsels in ihrer Bezeichnung

und Abgrenzung hier ein Wort darüber

 gesagt werden, womit wir

auch den Xnhaltsbereich des vorliegenden

 Buches andeuten.

Heimatschutz im weitesten

Sinne, das heißt die Erscheinung

der ganzen Heimat umfassend, gilt

ihrer Natur, ihrer Ortssiedlung und

ihrem Volkstum.

In der unberührten oder nahezu

 unberührten Natur trachtet der

wissenschaftliche Naturschutz -

die n_aturdenkmalpaeg_e _ Lebens- Schrank von dem Mcnogramrnisten HS

gememschaften und 913191719 Cha" (Aus dem Katalog der Omamentstichsammlung des Österr.

rakteristische Naturdenkmale des Museums)

Bodens, der Pllanzen- und Tierwelt

 zu erhalten. In der kultivierten Natur erstrebt der schönheitliche Naturschutz -

die Landschaftpflege - die Erhaltung bestehender landschaftlicher Eigenart und Schönheit;

 dann die Beeinllussung der Art und Weise der notwendigen menschlichen Veränderungen

 in der Natur im täglich Neues schaffenden Wirtschaftsleben im Sinne kulturwürdiger

 Erscheinung.
            
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