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MAK

Full text : Jahresbericht (1899)

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Stellung haben folgende Zöglinge gefunden:

Paul Thom und Johann Lanik als Musterzeichner in einem Fabriksatelier

in Wien, Wilhelm Kaller als Zeichner in einer Bronzewarenfabrik in Wien,

Albin Adlesiö als Möbelzeichner der Firma S. jaray in Wien, Edmund Bosch als

Möbelzeichner der Firma Franz Schönthaler ä Söhne, Giovanni Nones als

Zeichner in einem Baubureau in Triest, Johann Peterka als artistischer Leiter

und Modelleur der Silberwarenfabrik in Also Hamor „Sandrik", Johann Stigger im

Atelier für Kirchenmalerei des j. Kott in Wien, Ludwig Hujer als Atelierleiter der

Firma C. Pietzner in Wien, Max Peinlich als Modelleur und Ciseleur bei A. Fleuret

in Paris, Wilhelm Günther als Zeichner bei Taenzer und Jaenichen in Leipzig;

Victor Pollack und Josef Spiske traten in das Geschäft ihres Vaters ein, Dominik

Brosik, Johann l-Iasenoehrl, Hermann Heindl, Rosa Wichtl, Emma Zündel haben

sich als selbständige Maler, Johann Schwathe als Modelleur und Peter Teresczuk

als I-Iolzschnitzer etablirt.

Auftragsarbeiten wurden durchgeführt:

58 technische Prüfungen von Materialien und Fabricaten der keramischen

Industrie, darunter xz im Auftrage des k. k. Finanz-Ministeriums; ferner Analysen

von 2 Emailen, r Chamotte, 2 Leinölen, 7 Kalksteinen und Kreiden, r Zinnoxyd,

7 Materialien für die Glasindustrie, 10 Wetzsteinen und x Filterstein im Auftrage

des k. k. Finanz-Ministeriums, beziehungsweise des k. k. l-lauptzollamtes Wien;

6 archäologischen Objecten im Auftrage der k. k. Centralcornmission für Kunstund

 Historische Denkmale; 5 Versuchsbrände mit Kalksteinen und Quarz.

Selbständige Untersuchungen und Versuche galten der Ermittlung der

beständigsten, lichtechtesten Holzbeizen in den modernen Farben für die Möbelindustrie;

 die Resultate wurden den betreffenden Abtheilungen der Kunstgewerbeschule

 und der Industrie zugeführt. Ferner maltechnische Fragen: Untersuchungen

über das Elaevcoccaöl und oxydirte Leinöle, worüber Referate in der Chemikerzeitung

 publicirt wurden; über Wiener Malerfarben des Handels, deren Ergebnisse

den Fabrikanten zurVervollkommnung ihrer Erzeugnisse bekannt gegeben wurden;

Versuchen zur Metallpatinirung; der Erweiterung und Ausbildung der keramischen

Decorationsmittel, deren Herstellung und Anwendung in den im Berichtsjahre an

der Kunstgewerbeschule neu eingerichteten keramischen Curse, dessen technische

und administrative Leitung dem Laboratoriumsvorstande obliegt.

Es wurden ferner die technischen Grundlagen und Decorationsmittel für

ein neues Wiener keramisches Atelier geschaffen, desgleichen für ein grosses

Emailwerk, das in einer hiesigen Werkstätte zur Ausführung gelangt; endlich

eine Scala neuartiger Emaile auf Eisen, geschaffen für ein Patent eines hiesigen

Ofenfabrikanten.

Technische Unterweisungen und Gutachten wurden an k. k. Fachschulen

und Industrielle auf schriftlichem Wege in 5x Fällen ausgegeben, ausser den

zahlreichen mündlich ertheilten Auskünften.

Die Zahl der Hospitanten des Laboratoriums betrug 4, worunter 2 Stipendisten.



Der Hospitant Herr Eduard Fickert fand Stellung in der C. Pietzner'schen

Thonwarenfabrik in Ladowitz.

Die Einnahmen des Laboratoriums betrugen:

r. Honorare für Arbeiten . . H. 420.-2.

 Laboratoriumstaxen . . . . . . . . . . . „ 60.-3.

 Restitutionen für Materialien, Brände etc. . . „ 23.-zusammen

 fl. 503.-CHEMXSCHES

 LABORA-TORIUM



Aus der k. k. Hof- und Snatsdruckerei.
            
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