MAK
Dr. Zdenko Freiherr von Forster haben am 18. April das Alt-Wiener Porzellan- 
zimmer in Augenschein genommen. 
Während des Sommers wurde auf der Galerie des Säulenhofes ein Teil der 
wertvollen Ornamentstichsammlung des Instituts ausgestellt. Die Vitrinen 
enthielten eine große Anzahl kostbarster seltener Vorlagen fur Goldschmiede- 
verzierungen aus dem XVI. und XVII. jahrhundert, die zur Ausführung in Email 
oder Niello bestimmt sind. An den Wänden befand sich eine Reihe von Vor- 
bildern für verschiedene Zweige des Kunstgewerbes, als: Möbel, Schmiede- und 
Schlosserarbeiten, Uhren, Goldschmiedearbeiten, Gefäße und Geräte aus dem 
XVII. und XVlII. jahrhundert. 
Im Säulenhofe wurde eine größere Anzahl 
Instituts ausgestellt. 
Im Oktober wurden die Sammlungssäle I und II (Schmuck, Email und 
Goldschmiedekunst) nach erfolgter Neuaufstellung wieder eröffnet. Hiermit ist die 
Neuordnung der Sammlungen vollständig durchgeführt. 
Von auswärtigen Ausstellungen wurden beschickt: die Adria-Ausstellung, 
die Jahrhundertausstellung in Breslau, die keramische Ausstellung des Erzherzog 
Rainer-Museums für Kunst und Gewerbe in Brünn, eine Ausstellung von Textilien 
und Spitzen des Kaiser Franzjoseph-Museums für Kunst und Gewerbe in Troppau 
sowie eine Ausstellung dalmatinischer Kunst im Museum für Kunst, Industrie und 
Gewerbe in Mährisch-Ostrau. 
Die Wanderausstellungskollektion des Museums wurde in Reichenberg, 
Salzburg und Innsbruck vorgeführt. 
Aus den Mitteln des Holiiteltaxfonds, welche statutengemäß zur Hebung des 
Kunstgewerbes bestimmt sind und über deren Verwendung die Direktion des 
k. k. Österreichischen Museums nach Einholung der Wohlmeinung des Kuratoriums 
Anträge an Seiner k. u.k. Apostolischen Majestät Obersthofmeisteramt zu stellen 
hat, wurden auf Grund der erfolgten Bewilligung im Jahre 1913 nachstehende 
Subventionen iiüssig gemacht: 
l. dem Metallbildhauer Karl Radetzky in Wien 3.000 K zur Vergrößerung 
seines bestehenden kunstgewerblichen Ateliers; 
2. dem Maler Karl Krenek in Wien 2.000 K zur Errichtung eines Ateliers 
für graphische Kunst; 
3. der Kunststickerin Grete Pappenheim in Wien 3.000 K zur Erweiterung 
ihres Ateliers für Kunststickereiarbeiten und zur Beschaffung eines Warenlagers; 
4. dem Professor Franz Barwig in Wien ein Darlehen von 2.400 K zur Aus- 
führung einer liguralen Plastik in Granit, welches nach Verkauf der Arbeit rückzu- 
erstatten ist; 
5. den Goldschmieden Gustav und Komelius Reitsamer in Salzburg 4.000 K 
zur Ausgestaltung ihres Betriebes unter modernem künstlerischen und gewerbe- 
technischen Gesichtspunkte; 
6. der Absolventin der Kunstgewerbeschule julie Sitte 4.000 K zur Errichtung 
einer kunstgewerblichen Werkstätte für keramische Arbeiten, in welcher aus- 
schließlich Originalplastiken hergestellt werden sollen; 
7. der mährischen Zentrale für Volks- und Kunstindustrie in Brünn 5.000 K 
von Neuerwerbungen des 
t zur Unterstützung der Bestrebungen, die mährische Volkskunst zu erhalten und 
eine Absatzmöglichkeit zu schalfen; 
8. dem Kunstgewerbemuseum der Handels- und Gewerbekammer in Prag 
10.000 K zum Zwecke der Unterstützung und Hebung des heimischen Kunst- 
gewerbes durch Erwerbung mustergültiger moderner Arbeiten kunstgewerb- 
NEU AUSGESTELLT 
AUSWÄRTIGE 
AUSSTELLUNGEN 
SUBVEN- 
TXONXERUNGEN AU S 
DEM HOFTITEL - 
TAXFOND S
	        
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