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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 166)

E-Noch

 bleiben einige bescheidenere Werke Antonio's zu erwähnen.

Es sind meist Bilderrahmen mit reichern Reliefornament. Der bedeutendste

scheint der vom Altarbild des Raffaelino del Garbo in der Kirche S. Maria

degli Angeli gewesen zu sein. Eine Reihe von kleineren beschreibt Landi.

Besonders ausführlich den für die Familie Sarini zum Schmuck einer

heiligen Familie von Sodoma bestimmten. Der tabernakelartig sich aufbauende

 Rahmen aus Nussbaumholz trägt an dem Postament, den Pilastern

 und dem Gebälk üppiges Schnitzwerk. Zur Seite des Giebels stehen

zwei in voller Rundung gearbeitete Serafine. ln den Zwickeln, die das

oben abgerundete Bild begrenzen, findet sich die Bezeichnung

AN. DNl. und MCCCCCI.

Der Fries ist mit Greifen und in Rankenwerk auslaufenden Harpyen geschmückt.

 In der Mitte trägt er ein auf einer Vase fussendes und von

zwei Adlern gestütztes Täfelchen mit der Inschrift:

ANTONIVS BARILIS

SENENSIS OPVS (sic).

Dieser Fries, den die beigegebene Abbildung reproducirt, behndet sich

ebenfalls im Besitz des Oesterr. Museums').

Barili starb im Jahre 1516 unter Hinterlassung von 4, Kindern. Sein

künstlerisches Erbe traten ausser seinem um weniges jüngeren Neffen und

dem schon genannten Giovanni di Pietro seine SchülenGirolamo della

Massa und Lorenzo Donati an. Dr. Hugo v. Tschudi.

Zur Frage der Verblndung einer gewerblichen Arheiteechule mit der

Volksschule und mit der Fachschule.

Von R. v. Eitelberger.

II. zur Abwehr und zur verstmdigung.

(Fortsetzung)

II.

Zu wiederholten Malen wurde Veranlassung genommen-f), darauf hinzudeuten,

 dass die Kunstgewerbe sich von den anderen Gewerben nicht absolut

 trennen lassen. Bei allen Gewerben, bei denen es sich mehr oder weniger

um Form und Farbe handelt, kommt irgend ein Kunstelernent in Betracht.

Nur iene Gewerbe , bei denen eben im künstlerischen Elemente der

Schwerpunkt zu suchen ist, lassen sich etwas bestimmter von den verschiedenen

 anderen Gewerben ausscheiden und dann als Kunstgewerbe im

') Seine Länge betragt 87 Centimeter, seine HOhe n (Zentimeter. Er zeigt noch

Spuren ehemaliger Vergoldung. Die Arbeit ist, namentlich im Figürlichen, derb und unempfunden,

 immerhin aber von bedeutender decorativer Wirkung.

1') Siehe den Aufsatz whber deutsche Kunstgewerbe- im Journal vdas neue Reich-r,

1876, und in den t-Teirichlschen Blüttem für Kunstgewerbe-r, Jahrgang 1876, IKUDSIgewerbliche

 Zeitfregem, Artikel 5.
            
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