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Nr.
Johann III. von Polen, Ludwig Markgraf von Baden, in Zinn. (Im Besitze des
Herrn Ritter v. Lnnna in Prag)................ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
82: Krug aus Steinzeug von sphäroidischer Form mit Ausgussschnnbel und Zinn-
dedxel, 25 Ctm. hoch. Um den Bauch die Hochzeitszänzer nach H. S. Behnm,
15 . (Im Besitze des Herrn Ritter v. Lanna in Prag) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
823 Sc nelle (weißer Steinzeugkrug) mit Zinndeckel, zo Ctm. hoch. Am Bauch:
Medaillons mit dem Brustbilde einer Frau. (Im Besitze des Herrn Ritter
v. Lanna in Prag) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ..
824 Gothischer Zinnkrug auf drei Fußen mit reich mit Gravirungen verziertem
Deckel und Ausgussrohr 47 Ctm. hoch. (Im Besitze des Herrn Ritter v. Lanna
in Prag).... . . . . . . . . . . . . . . . , . . . . ..
8x5 Zinnkrug v n n ISC er Form mit ec e , worauf drei Löwen, 36 Ctm.
hoch. (Im Besitze des Herrn Ritter v. Lanna in Prag) . . . . . . . . . . . .. . . . . . ..
826 Zinnkrug mit Deckel und plastischer Verzierung, 14 Ctm. hoch. (Im Besitze
des Herrn Ritter von Lanna in Prag) . . . . . . . . . . . . . . . . . . .... . . . . . . . . ..
z
So
Litoraturhoricht.
Viollet-le-Duc, ses travaux d'Art et son systeme archeologique. 2' edition.
Paris 1881. 8.
Wenn irgend ein moderner gelehrter Architekt eine Biographie verdient, so ist es
Viollet-le-Duc, dessen Werke in den Händen jedes gebildeten deutschen Architekten sind.
Er ist, wie Gottfried Semper, der Führer einer Schule gewesen , die sich weit über die
Grenzen Frankreichs erstreckt hat. Das von dem Director des -Ann6e archeologique-i,
Herrn A. Saint-Paul verfasste und soeben in zweiter Auflage erschienene Buch behan-
delt Viollet-le-Duc als Constructeur, als Zeichner, Architekten und Archäologen.
Alois Heiss: Les medailleurs de 1a renaissance. Vittore Pisano. Avec u
photugraphies inalterables et 75 vign. Paris, J. Rothschild, 1881. F01.
Nachdem Friedländer in den Jahrbüchern der preußischen Kunstsammlungen seine
bedeutende Arbeit über die italienischen Schaumunzen dem Ende zugeführt hat. beginnt
man in Paris dieselbe Materie mit nicht geringerem Geschicke und in einem noch aus-
gedehnteren Maße zu bearbeiten. Der vorliegende Band über Vittore Pisano bietet nicht
nur wie Friedländer eine Auswahl, sondern alle echten Schaumünzen dieses Künstlers in
gelungenen Reproductionen, und fügt außerdem noch Zeichnungen nach manchen ihm
zugeschriebenen und zweifelhaften bei. illfas aber der Publication den größten Werth ver-
leiht, ist die Mittheilung von Handzeichnungen, Skizzen zu den Köpfen sowohl als zu
den allegorischen Darstellungen der Schaumünzen, welche Herr M. de Tauzia, Conser-
vnteur am Louvre, in dem Samrnelbande dieser Sammlung, der unter dem Namen Recueil
Vallardi bekannt ist, entdeckt hatte. Wir bekommen hier zum ersten Male Einsicht in die
Art, wie der Künstler arbeitete, da sich für manche der Münzen mehrere später verworfene
Skizzen vorfinden. Biographische Einleitungen und Anmerkungen zu den einzelnen Stücken
sind mit großer Sorgfalt und umfassender Erudition abgefasst.
The great artists: Leonardo by Jean Paul Richter. London, Sampson,
1880. 8.
Für eine Sammlung populärer Biographien der großen Künstler aller Jahrhunderte
hatte J. P. Richter das Leben Lionardcfs darzustellen unternommen und mit der Aus-
führung dieser Arbeit zugleich ein Muster für alle ähnlichen Unternehmungen geschahen.
Kurz und knapp, wo immer es angeht, mit den Worten der Biographen des Künstlers,
Vasari's und des Anonymus des Milanesi, vielfach aber auch mit Benutzung der eigen-
handigen Aufzeichnungen Lionardds, welche hier zum ersten Male mitgetheilt werden,
werden sein Leben und seine Werke geschildert, und in lichtvoller Weise dem Laien die
vielen Schwierigkeiten vorgewiesen, welche eine immer zusammenhängende Darstellung
unmöglich machen Bei den lllustrationen ist zum ersten Male, auch bei einem Werke,
das nicht für Fachgenossen bestimmt ist, mit dem alten Zopfe gebrochen, nur Abbil-
dungen von ausgeführten Gemälden zu geben, sondern durch reichliche Reproduction von
Handzeiehnungen werden die Eigenthümlichkeiten des Künstlers verdeutlicht. Die wich-
tigste Abbildung ist iene eines Kupferstiches im Britischen Museum, dessen eigenhändige
Ausführung wohl Lionardo nicht wird abgesprochen werden können.