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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVI (1881 / 193)

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Kanzel mit Eisengitter, nach Entwurf des Leiters der Egerer Gewerbeschule

 Vincenz Rauscher.

Von Vergolderwaaren- und Rahmenfabrikanten fand man nur die

Wiener: Kölbl öt Threm, H. Piccard, Ch. Ullrich jun. St Co.

und Alois Scheidl.

Ferd. Demetz , Leiter der Grödener Fachschule, Ferd. Stuflesser,

ebenfalls ein Grödener und Jos. Sattler in Linz brachten Holzschnitzarbeiten

 (Hochreliefs in Rahmen); auch von H. Uffenheimer in Innsbruck

 fanden sich einige in seiner Anstalt für kirchliche Kunst ausgeführte

 Bildbauerarbeiten vor.

Verhältnissmäßig zahlreich waren die Aussteller von Schmuckgegenständen

 und sonstigen kleineren Metallarbeiten von künstlerischer Durchbildung.

 Hervorragend darunter waren die Arbeiten von H. Kautsch,

einem hochbegabten Zöglinge der Kunstgewerbeschule des Oesterr. Museums,

und von dem Ciseleur Carl Was chmann in Wien, dessen delicat ausgeführte

 Arbeiten gleichfalls besonders hervorgehoben zu werden verdienen.

W. Rummel in Prag zeigte an seinen schönen Schmucksachen auch hier,

wie glücklich seine Art den Granat in Tafelform zu schleifen verwerthbar sei.

Von den Arbeiten Franz Wüsteds in Cöln am Rhein möge ein

schön gearbeiteter Kelch aus vergoldetem und emaillirtem Silber besonders

hervorgehoben werden. Niclas Jahn in Eger brachte Silberliligran; Schmuckgegenstände,

 in einfacher und guter Weise angefertigt. Neben kirchlichen

Geräthschaften exponirte H. Mauder in Prag stylvoll gezeichnete und

gut ausgeführte emaillirte Schmucksachen zu billigen Preisen.

Emaillirte Schmuckgegenstände von guter Zeichnung, mit Perlen

und Steinen brachte auch S. Grünwald in {Wien neben seinen bekannten

 Arbeiten aus Stahl mit ßtauschirtenu Ornamenten. J. Novak

und H. Heim, die beiden weiteren hauptsächlichen Vertreter des letztgenannten

 Genres in Wien, fehlten gleichfalls nicht.

Von Wiener Gold- und Silberarbeitern begegnete man noch C. L.

Lustig, Leon Segner und Edm. Braun.

Vorzüglich gearbeitet waren die Siegel des Egerer Graveurs Al. Quintns,

 welcher besonders im heraldischen Fache Eminentes zu leisten im

Stande ist; auch die Siegelabdrücke nach Steingravirungen von Reinhold

Tips in Berlin zeigen, dass dessen Arbeiten des besten Lobes werth sind.

Von den wohlbekannten Wiener Kunstschlossern beschickten die

Ausstellung Valerian Gillar und Carl Tagleicht. (Ersterer hors concours.)

 Auch C. W. Fleischmann in Nürnberg brachte einige seiner

Eisenarbeiten.

Mehrere Proben guten Bronzegusses waren von Moritz Pawlowski

in Wien vorhanden.

Von den stylvollen und preiswürdigen Bronzegegenständen kirchlichen

 und profanen Zweckes aus der Fabrik von Albert Samassa in

Laibach fand sich eine auch numerisch starke Collection vor.

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