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. Die; Metallarbeiten Leop. Frank's in Wien, getrieben oder ciselirt,
Teller, Rähmchen u. dgl., präsentirten sich günstig und waren diesmal
i.n Eger um ein Beträchtliches billiger zu haben, als bei den vorhergehenden
Wiener Ausstellungen.
Besonders lobenswerth erscheinen die Zinngusswaren Raimund Zamponi's
in Graz: Gebrauchs- und Ziergegenstände der verschiedensten
Art, sämmtlich in sauberster Ausführung geätzt. Die stylgerechten Zeichnungen
hiezu stammen von der Hand des Professors Carl Lacher von
der Grazer Staatsgewerbeschule.
Drei Firmen vertraten die Glasindustrie: Lobmeyr, der Ausstellungsgewaltige,
E. Bakalowifs Wit we mit S ohn in Wien und J.
H e g e n h a rvth in Ullrichsthal und Franzensbad. l
Die Tiroler Glasmalereianstalt (von Neuhauser, Dr. Jele
8c Co.) in Wien und Carl GeylingKs Erben waren in würdiger Weise
vertreten. Ueber ihre allgemein bekannten Leistungen auf dem Gebiete
der Glasmalerei hier noch Weiteres zu berichten wäre überflüssig.
Von den Siderolithwaaren-Fabrikanten fand man G er b ing 8c S teph a n
und Eduard Eichler; beide im stetigen Fortschreiten begriffen. Viele
der Objecte ausder Fabrik des letztgenannten Ausstellers zeigten insbesondere
eine dem Charakter der glasirten Thonwaaren glücklich angepasste
Färbung von satter und kräftiger Wirkung. l
In der Abtheilung auf der Pröllwiese waren vorzügliche gemusterte
Fußbodenplatten aus der Teplitzer Charnottewaaren-Fabrik von
p e c hxa r zu sehen.
Die unermüdlich strebsamen Leiter der beiden k. k. Fachschulen zu
Teplitz und Tetschen, Franz Laube und Laurenz Lhotta hatten bei
Vorführung ihrer tretflichen Arbeiten auch Gelegenheit ihren Contact mit
den Industriellen ihrer Bezirke zu documentiren; sämmtliche ihrer Arbeiten
fanden schon praktische Verwerthung. Der an beiden genannten Schulen
thätige Lehrer für decoratives Zeichnen und Malen, Wilhelm Reimann,
schloss sich mit einer größeren Anzahl von Arbeiten an, gut durchgeführten
Malereien auf Porzellau, Siderolith und Steingut. Joh. Henke,
Vorarbeiter an der Teplitzer Fachschule brachte rnehrere seiner Arbeiten,
Krüge und Becher, aus scharfgebranntem Siderolith.
Weiter fanden sich die wohlbekannten Porzellanmalereien von Jos.
Zascheiin Wien.
L. 8x C.' Hardtmuth excellirten mit ihren Thonöfen. Franz
Wudia in Graz, welcher seine Erzeugnisse gleichfalls angemeldet hatte,
ist der Ausstellung leider fern geblieben. '
_ Jean Rorldorf in Oberleutersdorf erfreute auch diesmal jeden Beschauer
durch seine geist- und humorvollen plastischen Arbeiten in Terracotta,
theils Büsten (die Jahreszeiten), theils Gruppen kleinerer Figuren.