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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XV (1880 / 183)

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nungen an.Firmen, welche in der Stadt Salzburg und im Kronlande

Salzburg ihren Sitz haben; es werden 34 Firmen namhaft gemacht, darunter

finden sich die hervorragendsten Vertreter der Industrie Salzburgs. Durch

die Staatsgewerbeschule wurde die Anregung gegeben zur Gründung eines

Gewerbevereines und eines Gewerbeblattes.

Die Fortbildungsschulen von Hallein, Radstadt und Neumarkt wurden

durch Ueberlassung von fehlerlosen Schülerarbeiten unterstützt. Schließlich

ist zu bemerken, dass die Schule auch einige Originalaufnahmen gemacht

hat und zwar von Schrniedearbeiten und von Marmorarbeiten, welche

für Publicationen bestimmt sind, und die Aufnahme der Gabrielscapelle

im St. Sebastiansfriedhof. Aus diesen Daten ist zu ersehen, dass die

Staatsgewerbeschule in Salzburg seit ihrer Gründung reiche Früchte getragen

 und das Gewerbe neu belebt hat. Schließlich wollen wir noch

besonders hervorheben, dass die Staatsgewerbeschule und ihr Director

Sitte in ununterbrochenem Verkehr mit dem Oesterr. Museum steht und

sozusagen sich auf denselben geistigen Boden stellt, auf welchen das

-Oesterr. Museum gegründet ist. R. v. E.

Die österreichischen Künstler im Auslands.

Die Zahl der österreichischen Künstler, welche im Auslande ihren

Aufenthalt genommen haben, ist eine sehr große. Die meisten derselben

 leben in München, mehrere in Frankfurt, Berlin, andere in Paris,

Brüssel, Venedig, Rom u. a. O. m. Es sind wahrlich nicht die Unbedentendsten,

 die ferne von der Heimat ihre Kunst auf fremdem Boden ausüben.

 Dass die größte Zahl derselben sich in München befindet, ist be-Vgreiflich.

 Zu den Zeiten, als König Ludwig lebte, entfaltete sich dort ein

reiches und großartiges Kunstleben. Was die deutsche Nation an hervorragenden

 Künstlern besaß, wusste dieser kunstsinnige König nach München

zu ziehen. Die Blicke aller Künstler und Kunstfreunde Mittel-Europas

waren damals nach Baierns Hauptstadt gerichtet. Heutigen Tages ist dies

freilich anders geworden. Der Hof, der Staat und die Kirche verlassen

gleichgiltig die Traditionen Ludwigs I., und wenn gegenwärtig die Künstler

noch immer eine große Neigung besitzen, nach München zu gehen, so ist

dies nicht dem Umstande zuzuschreiben, als ob sich jetzt in München ein

Kunstleben entfalten würde, welches von großen Gesichtspunkten beherrscht

wäre, sondern wesentlich dem Umstande, dass in München zahlreiche

Ateliers vorhanden sind und ein großer Fremdenverkehr stattfindet. Der

Künstler lebt in München wohlfeil und angenehm und zieht sowohl aus

dem großen Fremdenverkehr als auch ans dem wohlorganisirten, von

intelligenten Geschäftsmännern beherrschten Kunsthandel bedeutende Vortheile.

 Und so leben gegenwärtig in München So bis 60 österreichische

Maleriund Malerinnen. Mehr als die Hälfte der Professoren an der Münchner

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