Beilage III llP. 93 der „lillllßillllllßn llßß l. K UBSTBIT. lllltßllllll".
Beschreibung, Prüfung und Gebrauch der einfacheren Messinstrumente. Abstecken und
Messen gerader Linien. Errichten und Fallen von Senltrechten. Aufnahme einzelner Parcellen
und Parcellencomplexe mittels Messkette (Messband) und Vliinkelspiegel, Auftragen
der Figuren nach den gemessenen Bestandtheilen, Berechnung ihrer Flächeninhalte. Grundoperationen
des Messtisches. Aufnahme von Grundstücken, mogen sie eine freie Uebersicht
gewähren oder nicht (Umziehen). Beschreibung, Prüfung und Gebrauch der Nivellirinstrumente.
Aufnahme und Darstellung von Protilen und Horizontalcurven.
c) Für Abtheilung B (Chemiker): 11. Allgemeine Chemie (wöchentl. 4 Stunden
im 3. Halbjahr). Eingehendere Besprechung der für den Chemiker von Fach nothwendigen
Abschnitte aus dem allgemeinen Theil der anorganischen Chemie, zur Ergänzung des für
beide Abtheilungen gemeinschaftlichen chemischen Unterrichts. - 12. Praktischchemische
Arbeiten im Laboratorium (wöchentlich 8 Stunden im 3. Halbjahr).
Uebungen in der qualitativen Analyse, sowie _in der Ausführung leichterer chemischer
Operationen.
lLFacultativ. 13. Geographie (trröchentlich 3 Stunden im 1. und 2. Halbjahr).
Wiederholung der mathematischen und allgemeinen politischen Geographie.
Politische Geographie Deutschlands und der Nachbarstaaten mit besonderer Berücksichtigung
des Handels und Verkehrs. - 14. Geschichte (vtüchentlich 3 Stunden im
3. Halbjahr). Kurze Uebersicht der Geschichte des Altenhums und des Mittelalters. -
15. Kaufmännisches Rechnen (wöchentlich 1 Stunden im 1. Halbjahr). Rabatt- und
Provisionsrechnung, Zins- und Discontrechnung. Erklärung des Leipziger Geld- und
Wechselcurszettels und Berechnungen nach demselben. (Sorten, einfache Wechselreductionen
und Discontirung von Wechseln.) Berechnung der Zinsen im Contocorrent. Berechnung
der Staatspapiere und Actien. NVaarenrechnung (Facturen und Calculationen). -
16. Französische Sprache (wöchentlich 3 Stunden). Anwendung von avoir und Etre;
Formenlehre des Substantivs, Adjectivs, Adverbs, Zahlwort und der Präposition; Wortstellung.
Nach Plotz, Schulgrammatik. Als Lesebuch dient Plotz, Lecmres choisies. -
i7. Englische Sprache (wöchentlich 3 Stunden). Anfangsgründe nach Munde, erster
Unterricht im Englischen. Grammatik nach Williams, theoretisch-praktische Schulgrammatik.
Zu Leseübungen dient Rothwell, English Reader.
Zweiter Cars (2. Halbjahr). l. Obligatorisch. a) Gemeinschaftlich für
alle Schüler: 18. Deutsche Sprache und Literaturgeschichte (wöchentlich
z Stunden). Uebungen im mündlichen Vortrag und Aufnahme von Protokollen.
Geschichte der älteren Literatur. - 19. Physik (wöchentlich 2 Stunden). Optik: Fortplhnzung
des Lichts, Photometrie, Katoptrik, Dioptrik, Spectralanalyse; das Wichtigste
über Interferenz, Polarisation und Doppelbrechung. Wlrmelehre: Thermometrie, Ausdehnung
dutch die Warme, Aenderungen des Aggregatzustandes, Verhalten der Dampfe,
Warmefortptlanzung, Calorimetrie, mechanisches Aequivalent der Wärme. Kurzer Abriss
der kosmischen Physik. - zo. Chemische Technologie (wöchentlich 2 Stunden).
Das Wasser (sein Vorkommen und Kreislauf in der Natur; Verhalten und Veränderungen
desselben, Anwendung in der Hauswirthschaft und den Gewerben; Beschalfung desselben
zum Gebrauch, Filtration, Leitung. Fabrication künstlicher Mineralwasser). Heizung und
Heizmaterialien. Beleuchtungswesen und Beleuchtungsstolfe. Einiges über die Anwendung
der Erden in der Technik (Luft- und hydraulischer Mörtel, Glas- und Porzellanfabrication).
i
b) Für AbtheilungA (Mechaniker): a1. Darstellende Geometrie (wochentlich
4 Stunden im 1. Halbjahr). DicQonstruction der Schauen, insbesondere für Beleuchtung
durch parallele Lichtstrahlen. Die Veränderung ,der Projectionsebene und die
axonometrische Projection. Die Centralprojection mit ihren hauptsachlichsten Anwendungen.
-- 22. Mathematik (wöchentlich 8 Stunden). Algebraische Analysis. Erster
Thetl der höhern Algebra und der Ditferential- und Integralrechnung. Zweiter Theil der
analytischen Geometrie der Ebene. Erster Theil der analytischen Geometrie des Raumes.
- 23. Mechanik (im 1. Halbjahr wöchentlich 4 Stunden, im z._w6chentlich 5 Stunden).
Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung starrer, tropfbarer und gasiger
Körper in solcher Ausführlichkeit, wie die spätere Anwendung in der Maschinenlehre und
Mascltinenbaultunde es verlangt, und soweit thunlich, mit Anwendung der hohcrn Mathematik.
-- 24. Maschinenbaukunde (wöchentlich 4 Stunden im 2. Halbjahr). Constnuction
von Maschinentheilen: Schraubem, Nieten- und Keilverbindungen; Lager und
Lagerstühle; Zahnräder und Riemenscheiben. - 25. Maschinenzeichnen (wöchentliohiü
Stunden). Construction der Schrauben; Theorie der Verzahnungen und Riemenleituagen;
Zeichnen von Maschinentheilen und einfacheren Kraft- und Arbeitsmaschinen
nach-Modellen und von den Schülern selbst aufgenommenen Skizzen. - 16. Praktische
30