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Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XI (1876 / 131)

Mitlheilunußn des k. k. üeslarrßich. Musaums

KUNST UND INDUSTRIE.

uYlonatschrift für Kunst und Kunstgewerbef:

Am l. eines peden Monats erscheint eine Nummer. - Abonnementspreis per Jahr H. 4. -

Redacteur Bruno Bucher. .Expedilion von C. Gerohfs Sohn.

Man abonnirl im Museum, bei Gernld 8x Comp., durch die Postanstalten, sowie durch

alle Buch- und Kunsvhandlungen.

Nr, 131_ WIEN, I. AUGUST 1876. XI, Jahrg.



Inhalt: B "chi der Jury fur die Schularbeiten: auf der Ausstellung in München. Zur Jamnjlzerfnge.

- liunslgewcrblicnc Faclischulen und ihr: Arten. - Der Neuhnn der k. k. Akademie der buldcndeiu

 Kunsle in Wien. - uie Mnnchener Knnslgewerbeachnle. - Meinen: Allnlieilnngen.

 

Bericht der Jury üir die Schularbeiten auf der Ausstellung in München.

Die ergebenst gefertigte Jury für die Gruppe D des Ausstellungsprogrammes

 hat ihre Vorarbeiten behufs der Beurtheilung sämmtlicher zur

Vertretung gelangten kunstgewerblichen Unterrichtsanstalten beendet und

ist zu einer Reihe von Anträgen für die Prämiirung der hervorragendsten

lnstitute dieser Art gelangt, welche hiemit Einem hochlöblichen Directorium

zur gefälligen Genehmigung vorgelegt werden.

Ausser den Schulen selbst wurden ferner aber durch die unterzeichnete

 Jury einige denselben übergeordnete Behörden in zwei Staaten zur

Prämiirung in Aussicht genommen. Die Gefertigten gingen von der Ansicht

aus, dass bei dem heutigen Stande des kunstgewerblichen Unterrichtes in

Deutschland und Oesterreich in diesen Staaten nur durch die Sorgfalt der

betrellenden Regierungsbehörden bisher Bedeutendes geleistet werden konnte

und somit derartigen Bestrebungen aufrichtiger Dank gebührt.

Bei der Zuerkennung von Auszeichnungen gedachter Art wurde darauf

'das Hauptaugenmerk gelenkt, 0b in einem Lande die Pflege des kunstgetverblichen

 Unterrichtes von Seiten der ölfentlichen Verwaltung auch

schon in einer vielseitig durchgreifenden Weise geschehe, ob eine allgemeine

 Organisation derselben begründet sei und das Hauptziel dieser Thätigkeit

 aul" eine möglichst weite und gleichmässige Verbreitung der Schulen

im Lande gerichtet, endlich, ob auch gegenwärtig bereits hervorragende

Resultate solcher Bestrebungen auf dem Gebiete der praktischen Gewerbsthätigkeit

 nachgewiesen werden können.

Hinsichtlich der Beurtheilung einzelner Anstalten musste selbstverständlich

 eine gründliche Würdigung der localen Verhältnisse, aus denen

ihre Entstehung hergeleitet ist, von denen ihr Gedeihen abhängt und wel-1876.

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