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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIV (1879 / 170)

(Faohzeiohan- nndlodellirachnle mit Lehrwerlrstatten fürKunattiaohlerei,

Holzsohnitzerei und Drechslerei in WalL-Heseritsoh.) Diese seit October 1874

bestehende Fachschule wurde im abgelaufenen Schuliahre von 6x Schülern besucht, von

denen 40 als ordentliche und 21 als ausserordentliche Schüler eingeschrieben waren. Auf

die einzelnen Unterrichtszweige vertheilten sich dieselben folgendermaßen: Für Kunsttischlerei

 27, für lntarsia-Arheiten z, für Holzschnitzerei 25 und für Holzdrechslerei 5.

lm Zeichnen allein wurden 2 Frequentanten unterrichtet. Durch materielle Unterstützung

von Seite einzelner Corporationen und Privatenwar die Schulleitung in der erfreulichen

Lage, circa 800 H. für Stipendien vemusgaben zu können, was bei dem Umstande, als

die Anstalt Auftrage für einschlägige Arbeiten übernimmt und dadurch den vorgeschrittenen

 Schülern lohnende Beschäftigung bringt, der Schule in WalL-Meseritsch und Umgebung

 bei der dortigen Bevölkerung immer mehr Boden gewinnt.

(Faohsohnlefurliolzindnshde) Aus Bergreichenstein wird dem nPrager Abendblatt-r

 geschrieben: nDie in Bergreichenstein am 4. October v. J. eröffnete technische

Fachschule für Holzindustrie hat soeben ihr erstes Schuljahr beendet. Von den 19 Schülern,

welche eingetreten sind, hat einer im Laufe des Jahres die Schule verlassen. Zur Unterstützung

 der Schüler hat die Handels- und Gewerbekammer in Pilsen 20a ü. gespendet.

Von dem Betrage per 500 8., welchen die Stadtgemeinde Bergreichenstein der Schule

zur Schülerunterstützung zuwendet, wurden mit Genehmigung des Handelsministeriums

drei complete Tischlerwerkzeugs-Einrichtungen angekauft, welche an drei der besten

Schüler mit dem Bedeuten vertheilt werden, dass sie diese Werkzeuge nach ihrern Austritte

 aus der Schule als Eigenthum mit fortnehmen dürfen. Ferner erhalt ein Schüler

eine Unterstützung mit je 35 B. Obwohl die Schule erst drei Vierteljahre besteht und

wegen Mangels an Werkzeugen nicht jeder seinen eigenen Platz hatte (es war nur für

zwolf Platze vorgerichtct), so konnten doch schon die Schüler mit ihren Leistungen vor

die Oetfentlichkeit treten, indem sie ein kleines, nettes Brunnenhauschen für die Stadt

Bergreichenstein anfertigtenw

Der Verein ßangenosaensohnft- in Oberleutensdorf (Böhmen) hat die Einrichtung

 getroffen, dass an der dortigen Fachschule für Spiclwaarenindustrie (Leiter

J. Rordorf) ein Abend- und Sonntagscurs abgehalten wird, in welchem Lehrlinge und

Gehilfen der dortigen Gewerbetreibenden im Zeichnen unterrichtet werden können. Die

Eintheilung ist so getroffen, dass an jedem Wochentage die Lehrlinge und Gehilfen

einer bestimmten Gruppe von Gewerben sich an dem Unterrichte betheiligen, am Sonntag

 aber durch zwei Stunden sämmtliche Lehrlinge zu erscheinen haben.

(Wiener Gewerbeausstellung.) lm künftigen Jahre feiert der n. o. Gewerbeverein

 das vierzigste Jahr seines Bestandes und wird bei diesem Anlasse eine Ausstellung

von gewerblichen Producten veranstalten. Die Ausstellung soll die industriellen und gewerblichen

 Erzeugnisse umfassen, welche in den YVerkstätten und Fabriken Niederösterreichs

 ausgeführt werden, ferner auch die Theilnahme den in Wien protocollirten Firmen

gewähren, gleichviel in welchem Krcinlande der Monarchie ihre eigenen Werkstätten oder

Fabriken gelegen sind. Die Ausstellung findet in der Rotunde im Prater durch drei Monate

statt, und zwar ist die Zeit vorn 15. Juli bis 15. October in Aussicht genommen.

(Prlvat-Faohschule für Faienoemalerei in Wien.) Der akademische

 Maler, Herr Josef Bauer, hat eine Privat-Fachschule für Faiencemalerei

 eröffnet, in welcher folgende Techniken der chemisch-technischen

Versuchsanstalt des k. k. Oesterr. Museums gelehrt werden:

l. Anwendung von Maiolika-Schmelzfarben in Tuben zur Decoration von Fsiencegefässen

 und Ausführung von Gemälden auf glasirtem oder grundirtem mit Glasurgrund

bedecktem Thone;

ll. Technik des Päte-Emails; Email-Cloisonnes auf unglasirtem und glasirtem Thone;

lll. Technik in Frittfarben zur Ausführung von Gemälden auf unglasirtem Materials

in pastoser Manier (Unterglasur-Malerei).

Es kann auch die Anwendung des Pate-Emails auf Glas gelehrt werden. Das zum

Unterricht erforderliche Thonrnateriale, sowie die Farben und särnrntliche dazu gehörenden

Malrequisiten sind bei der Firma P. J. Ulrich (Ecke der Himmelpfortgasse und Schellinggasse)

 zu haben. Dieselbe übernimmt auch das Brennen der angefertigten Objecte.

Die Unterrichtsstunden sind vorläuüg auf Montag und Donnerstag

 festgesetzt, und zwar Nachmittags von 2-4 Uhr; Landstrasse, Sieglgasse

 Nr. l, 4. Stiege, I. Stock (Ecke der Salmgasse). - Das Honorar

beträgt per Monat lO H. ö. W.

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