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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 213)

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152. 
Bruchstiick einer prächtigen gelben Wolltunica, welche im Stoß mit 
weissen Verticalstreifen gemustert ist. Erhalten ist noch eine der 
schönen breiten, mit der Textur combinirten Spangen von rother 
Grundfarbe, deren Ränder mit bunten farbigen My-(Z : M)-Linien 
eingefasst sind (s. Anm. zu Nr. 124). Sichtbar ist ferner ein Theil 
des rechts neben der Spange in der Textur angebrachten Achsel- 
Orbiculus gleicher Ornamentation. Dieses Kleidungsstück ist an der 
Nr. 14g beschriebenen Stelle verdichtet, während die Seitentheile 
mit gelben gedrehten Wollschnüren eingefasst sind. 
153. Bruchstück des Gobelinbesatzes der Halsöffnung und eines der beiden 
154. 
Parallelstreifen (s. Nr. 139) einer Leinen-Tunica. Die aufgenäbten 
Borten zeigen im blauen Grunde weisse geometrische Dessins (Haupt- 
motiv: Kreuz). 
Aufgetrennter Aermel eines sehr weichen, gelbwollenen Gewand- 
stückes. Derselbe ist an seinem Ende (bei der Handwurzel) benäht 
mit einer breiten blauen Gobelinborte, deren Ornamentirung durch 
schön stilisirte Arabeskenzeichnungen gebildet wird. 
155-156. Bruchstück einer prächtigen, uni-gestreiften Tunica aus Scherb- 
157. 
158. 
159. 
160. 
Linnen. Erhalten sind der Halsausschnitt, eine Spange, welche gleich- 
mässig von der Achsel über Brust und Rücken läuft (s. Nr. 124) 
und ein Stück des linken Achsel-Orbiculus: sämmtliche als Besatz- 
stücke aufgenäht. Ersterer, an welchem sich noch die blaue Schlinge 
erhalten hat, trägt eine mit schmalen blauen Längsstreifen ge- 
musterte. rothe Wollborte, die reich mit überschossenen weissen und 
gelben geometrischen Dessins verziert ist. Die Spangen und die 
Achseltabula sind in Gobelin ausgeführt und zeichnen sich durch 
den herrlichen Farbenschmuck ihres kleinmustrigen Inhalts aus. Sie 
sind mit Buchstabenlinien gerändert, welche als Monogramm ein 
über Pi gesetztes Jota enthalten. Also aufgelöst etwa Tll(c01oc), der 
bekannte koptische Eigenname (s. Anm. zu Nr. 121-122). 
Gewebtes wollenes 
vor. Nummer. 
Bortenbesatzstück von demselben Gewand, s. 
Bruchstück eines Halsbesatzes: eine rothwollene, grün eingefasste 
Borte mit eingestickten gelben Blüthen. Der zum Zuknüpfen des 
auf der Achselseite befindlichen Schlitzes gehörende Bindfaden ist 
noch wohl erhalten. 
Leinwandstück mit kleinen in Streifen angeordneten rothen Gobelin- 
ornamenten: Blätter, Herzfiguren und Tüpfeln. Combinirte Arbeit. 
Leinwandstück mit schöner lichtblauer, weiss gemusterter Gobelin- 
borte, deren Zickzacklinie durch feine Gamma-(Ü-Figuren gebildet 
ist (s. Anm. zu Nr. 181-182). 
Ein seltenes Vorkommniss, dass gerade diese ungemein zarten, wenig wider- 
standsfähigen Farbtöne sich so tadellos frisch erhalten haben.
	        
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