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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XVIII (1883 / 213)

161. Wohl erhaltener, durch seine Form interessanter Halsbesatz der Tunica

einer erwachsenen Person. Derselbe bietet ein mit Leinwand unterlegtes

 schönes Gobelinwerk in rother Grundirung und feiner weissgrüner

 Ornamentik: Kreuzchen und Rosetten reihen sich da abwechselnd

 in Zickzacklinien aneinander, zwischen welchen letzteren

sich wieder grössere Rosetten als Füllungen befinden. Zur Einfassung

 diesesBesatzstückes dient eineschmale, dunkelfarbige Saumborte.

162. Ein Aermel dazu.

163. Leinwandstolf in Combination mit einer breiten dunkelblauen, roth

gemusterten Gobelinborte. Vorherrschend ist das in der frühen byzantinischen

 Gewebeornamentik auch sonst vielfach angewandte Motiv

des auf ein Rundschild gelegten Kreuzes.

164.. Dazu ein aufgetrennter, eingesäumter Aermel der mit einer in gleicher

Weise (s. vor. Nr. 163) ornamentirten Doppelborte besetzt ist.

165-175. Verschiedene Spangen, Tabulae (Orbiculi) und Aermelbesätze

in Gobelintechnik. Sämrntliche Stücke sind roth grundirt und ausgeschmückt

 mit gelber, grüner und weisser (gelb gewordener) Ornamentation,

 in welcher das Baumrnuster (s. Anm. zu Nr. 141) und

Kreuzmotiv besonders zu bemerken sind.

176. Leinwandstück, combinirt mit einer reizenden schmalen Gobelinborte

deren Farben sich frisch erhalten haben. Ueberrest einer Tunica.

177. Gobelinborte wie Nr. 142. Mit festem gelbem Wollstolf.

178. Rothe, ziemlich roh in Weiss ornamentirte Gobelinborte mit einem

Stück der groben Leinwandunterlage.

179. Leinwandstück mit plane eingearbeitetem feinen Rundmedaillon

(orbiculus) in Gobelin. lm inneren Kreis, der von reizenden Blumengewinden

 umgeben ist, Spuren einer Arnorette, welche in den

Händen eine Gans hält.

180. Weiches gelbes Wollengewebe, combinirt mit einem schön ornamentirten

 Rundmedaillon von farbenfrischer Erhaltung.

181-182. Grobe Leinwand mit aufgenähten rothen, ziemlich roh ornamentirten

 Gobelinborten in weisser Dessinirung. Dieselbe ist charakterisirt

 durch das Eta-(H)-Motiv. (An Nr. 181 ist noch ein zweites

Stück eines rothen Gobelinbesatzes mit bunter Musterung zu sehen.)

Hier erscheint also der Buchstab, wohl als Nameninitiale (s. Anm. zu Nr. 121

bis 122), innerhalb der Borrenornamentik, wofür später noch Analogien sich

finden werden.

183. Eine auf gelbem Wollstoff aufgenähte roth grundirte Gobelinborte

mit feinen weissen (gelb gewordenen) Dessins.

Fortsequng auf der Beilage.
            
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