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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIX (1884 / 220)

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chenberger Mechaniker Fritsche; die Steinmetzarbeiten: Michael Linke

aus Pankraz, die Tischlerarbeiten: Saal und Gürtler in Reichenberg,

die Schlusserarbeiten: Neuhäuser und Dunda in Reichenberg, die

Schieferdeckarbeiten: Ernst Dittmar in Reichenberg, die Glaserarbeit;

W. Bartel jun. in Reichenberg, die Spenglerarbeit: V. Hillebrand in

Reichenberg, die Anstreicher- und Lackirerarbeiten endlich: Appelt

und Ott in Reichenberg. Sämmtliche Teppiche lieferte Firma Ginzkey

in Maffersdorf bei Reichenberg. Die Bühnenmöbel besorgte auch C.

Barrot in Wien; die Möbel für das Foyer lieferte Thonet in Wien,

jene im Auditorium ließen die Generalunternehmer bei Franz Tilk in

Reichenberg anfertigen. Die Malerarbeiten lieferte der bestens bekannte

Kutt aus Wien, darunter auch die fünf prächtigen Plafondbilder.

Leider musste der so tüchtige, bereits früher erwähnte Bauleiter,

Architekt F. Hintsche, im Sommer 1883 den noch nicht ganz vollendeten

 Bau einem Nachfolger übergeben, da er direct nach Fiurue "ging,

um auch dort wieder die Leitung des neu zu erbauenden Musenternpels

zu übernehmen.

Als Vertreter der Gemeinde in technischen Fragen waren dem Baucomite

 zugetheilt: der Staatsgewerbeschul-Professor, Civilarchitekt F. X.

Daut, und der städtische Ingenieur A. Kaulfers. Der bei der Vergebung

 fixirte Vollendungsterrnin wurde eingehalten und darf das Theater

offen und frei als eines der schönsten Provinztheater bezeichnet werden.

(Aus Reichenberg.)

Wiener Kunstgewerbe-Verein.

Seit mehreren Jahren bereits hat sich das Gefühl aufgedrängt und

ist der Wunsch laut geworden, die zerstreuten und auseinander fallenden

Kräfte des Wiener Kunstgewerbes wieder zu sammeln und zu gemeinsamer

 Thätigkeit zu vereinen. Es fehlte zugleich an einer Ausstellung,

in welcher dasjenige, was das Wiener Kunstgewerbe leistet, in jedem

Momente, je nach seinem Wechsel und seinen Neuheiten, sowohl dem

Heimischen als auch insbesondere dem Fremden vor Augen lag. Die

moderne Ausstellung, welche das Oesterr. Museum zu diesem Zwecke

bisher offen gehalten, wurde zu oft durch die übrigens vielfach erfolgreichen

 Special-Ausstellungen unterbrochen, um dauernd die Anziehungskraft

 der früheren Jahre zu besitzen. Es zeigte sich ebenso das Bedürfniss

für allgemeine Fragen des Kunstgewerbes oder gemeinsame Angelegenheiten,

 wie sie die Geschichte des Tages aufwirft, auch einen Mittelpunkt

zu besitzen, sie gemeinsam zu besprechen und zum Austrag zu bringen.

Diese Rücksichten erweckten in den Angehörigen des Oesterr. Museums,

 den Herren Buch er, Falke und Storck, die Idee zur Gründung

 eines Kunstgewerhe-Vereines in enger Verbindung mit dann Oesterr.
            
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