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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1887 / 12)

Ei

Materialien zur österr. Kunstgeschichte, pag. 76, und nach diesem Wurzbach,

 XII, pag. r77.

Ad 5, 6: Die Abtei Melneck ist natürlich Melk (vergl. Nr. 26), und

das Kreuz das sogen. Melkerkreuz. (Vergl. Mittheil. der k. k. Central-Comm.,

 186i, pag. ror.)

Ad 7: Eine Darstellung dieser Art kommt in der Vivianus-Bibel

vor (Biblioth. mit. in Paris, depart. de mon.), welche Karl dem Kahlen

vom Abte Vivianus überreicht wurde. (Vergl. Murr, Journ. zur Kunstgeschichte,

 XIII. Theil; Louandre, Les arts somptuaires, eine schlechte

Abbildung; Gesch. der deutschen Kunst, Grote; ebenfalls nicht genügender

 Farbendruck nach Bastard.)

Ad 9: Was für eine Marienkirche Wiens hier gemeint sei, lässt

sich nicht erkennen. Ueber Rottiers siehe meinen Aufsatz in Ber. und

Mittheil. des Wiener Alterth-Vereines, 1886, pag. 97 ff.

Ad 20: Ueber den Wiener Maler Gabriel Mathaei habe ich in den

Mittheil. der Central-Comm. ausführlichere Nachrichten gegeben. (N. F.

1886, pag. CLXXXIII.)

Ad 251 Die in oben angegebener Weise im RosenthaPschen Katalog

verzeichneten Blätter, welche seitdem in die Ornamentstich-Sarnmlung

des k. k. Oesterr. Museums für Kunst und Industrie gekommen sind,

haben den Titel: Neu inventirtes Schlosser-Reiß-Buch, gezeichnet von

Frantz Leopold Schmittner, Schlosser-Gesell. Datum und Verlagsort sind

nicht angegeben. Die drei mit I, 6, 7 numerirten Blätter sind leider

die einzigen, die ich kenne; außer im genannten Auctionskatalog kommt

das Werk meines Wissens in der Literatur nicht vor. Bl. r ist zugleich

Titelblatt. Es enthält ein großes und zwei kleinere Saalthlir-Schlossbeschläge,

 d. h. Einfassungen des Schllisselloches, von reicher Barockornamentik

 mit Adlern, Kronen, Fruchtschalen und behelrnten Karyatiden,

 im Ganzen nicht unähnlich den in den beiden Palästen des Belvedere's

 vorfindlichen, außerdem noch die Hälften von zwei durchbrochenen

 Beschlägen. Auf dem Blatte 6 sieht man ein sehr schönes

Wirthshaus- oder Handwerkerschild an einer Stange, deren Kern ein

schildhaltender Greif bildet; dann folgt ein halbkreisförrniges Oberlichtgitter

 und die Hälfte eines Balcon- oder Schlussgitters, und das Blatt 7

endlich füllt die Hälfte eines großen Parkthores. Das Mangeln der übrigen

Blätter in dem Exemplare des Oesterr. Museums ist nun um so bedauerlicher,

 als gerade diese Darstellungen von local-kunstgeschichtlichem

Werthe sind. Auch das Datum ihres Erscheinens kennen wir nicht, es

ist aber anzunehmen, dass Schmittner, der sich auf der ersten Tafel

Schlossergesell nennt, sie in eben jener Uebergangsepoche seiner Entwickelung

 geschaffen, als er, wie bereits erwähnt wurde, sich noch mit

dem Eisenhandwerk beschäftigte, bereits aber zu stechen angefangen hatte.

Sehr begreiflich, dass er zunächst auf den Gedanken kam, Obiecte seines

bisherigen Gewerbes im Stich darzustellen. Dazu kommt aber noch etwas
            
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