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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1888 / 4)

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hundert gethan haben. Und solcher Stil ist ganz unabhängig von der

Mangelhaftigkeit der Zeichnung, der Starrheit der Figuren und der Herbheit

 des Ausdrucks.

Bei jenen alten Mosaikgernälden überwältigt uns die Großartigkeit

des Eindruckes mit der Ehrwürdigkeit des Alters, und wir sehen über

die Fehler hinweg. Das vermögen wir aber nicht, wenn wir alle die

Fehler und Schwächen absichtlich gegen unser besseres Wissen und

Können gemacht sehen; es geht gleicherweise wider unsern Verstand und

wider die Kunst.

Und wenn das im Allgemeinen richtig ist, wie viel mehr in der

Kirche, wo sich unsere Gedanken, unsere Andacht dem Göttlichen, dem

Vollkommensten - und dazu gehört auch das Schöne - zuwenden.

Darum, wie wir auch immer unsere Kirchen schmücken wollen, ob

wir uns der neu wiedererstandenen Glasmosaik oder der Frescomalerei

bedienen, ob wir uns mit der Decoration an einen bestimmten Stil

anschließen oder nicht-unter allen Umständen können und müssen wir

verlangen, dass solcher malerische Schmuck so schön, so edel, so rein

und fehlerlos wie nur möglich sei. So allein ist er würdig der Stätte,

die er schmücken soll. --Angelegenheiten

 des Oesterr. Museums und der mit

demselben verbundenen Institute.

Personalnaehricht. Se. k. und k. Apostol. Majestät haben mit

Allerhöchster Entschließung vom 18. März d. J. dem Curator des Oesterr.

Museums, Oberbaurath Friedrich Freiherrn v. Schmidt, in Anerkennung

seines vieljährigen verdienstvollen Wirkens auf dem Gebiete der Kunst

das Ehrenzeichen für Kunst und Wissenschaft allergnädigst zu verleihen

 geruht.

Se. MaJestät König Karl von Rumänien hat Freitag den 23. März

Vormittags das Museum und die Kunstgewerbeschule desselben mit einem

anderthalbstündigen Besuche beehrt.

Bibliothek des Oesterr. Museums. Vom 21. März bis 20. October

 ist die Bibliothek, wie alljährlich, an Wochentagen - mit Ausnahme

 des Montags -- von 9-2 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von

9-1 Uhr dem Besuche des Publicums geöifnet.

Erwerbungen für die Sammlungen. Zwei niederdeutsche Schränke

mit Schnitzereien, 17. Jahrh.; eine spanisch-maurische Schüssel; ein Weihwasserkessel,

 Majolika, ital.; vier venetianische Majolika-Schüsseln, zwei

davon mit Darstellungen von Brunnen und ein Porzellan-Teller aus Capo di

Monte, särumtliche Stücke aus der ehemal. Sammlung Weyden. Ferner eine

Porzellan-Vase in der Form eines Kanopus und eine Schale mit Fuß und

Untertasse, Wien 1794 und 1815; eine chinesische Porzellan-Schüssel; ein

Sevres-Teller (weiche Masse), zweite Hälfte des 18. Jahrh. und mehrere

böhmische Stengelgläser mit Gravirungen, 18. Jahrln; Grlinsamrnt mit

Granatapfelmuster auf golddurchwebtem Fond, ital., 16. Jahrh.; zwei
            
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