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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe III (1888 / 7)

Leistungsfähigkeit bat das PrIsidium in den Begleitzeilen zu den ersten Heften der Kunsttopographie

 von Kärnten zum Theile selbst angedeutet. Dort ist die Befürchtung ausgesprochen,

 dass Manches, was in den eben ausgegebenen Heften verbifentlicht wird,

vielleicht nicht mehr volle Geltung habe, weil im Laufe von etwa I0 Jahren, welche

über der Sammlung des Materiales verstrichen, Veränderungen an den bezüglichen

Objecten vorgegangen sein mögen, denen in der neuen Publication nicht mehr Rechnung

getragen werden konnte. In einem am Schlusse des Buches anzufügenden Nachtrage soll

auf die wahrend des Druckes in dieser Richtung gemachten Wahrnehmungen Rücksicht

genommen werden. Das ist aber ein Eingestandniss, über welches wir unser Bedauern

nicht zurückzuhalten vermögen, umsomehr als die bisher eingehaltene Art der Ausarbeitung

der Kunsttopographie sich auch in anderer Weise bemerkbar macht. Wir meinen damit

die Ungleichmaßigkeit der Illustrationen, welche in ihrem verschiedenen Werthe der

Zeichnung und der Ausführung im Holzschnitte uns formlich die Entwickelung der

zeichnenden und reproducirten Kunst während der letzten a5 Jahre vor Augen stellen.

Einzelne aus dem alten Vorrathe der nMittheilungenu entnommene Illustrationen stechen

gegen die in neuester Zeit hergestellten Bilder in unangenehmer Weise ab und tragen

wenig zur Zierde desWerkes bei, dessen Erscheinen allseitig mitUngeduld erwartet wurde.

Es sei übrigens nochmals hervorgehoben, dass Alles, was im Vorstehenden einem

Tadel gleichklingt, durchaus nicht als Anklage gegen die Central-Cnrnmission gemeint ist,

sondern nur als Klage über die misslichen Verhältnisse dieser Institution und als Ausdruck

 des dringendsten Wunsches, deren Sisyphusarbeit für Ccmservirung der Kunstdenkmale

 von ganz Cisleithanien möchte hüheren Ortes gediegenere Würdigung, das heißt,

Erleichterung durch eine größere Dotation finden. Dann würde auch die in der gegenwartigen

 Lage ganz unvermeidliche Verzögerung in der Ausarbeitung der Kunsttopographie

mit ihren angedeuteten üblen Folgen leicht in gleicher. Art zu vermeiden sein, wie dies

anderwarts der Fall ist. Dort wird die ganze Arbeit einem mit dem gehörigen Wissen

ausgestatteten Manne übergeben, welcher sich dieser Aufgabe ausschließlich widmet, und

binnen kurzer Zeit ist eine Provinz in freudigem Zuge, gleichmäßig und gründlich

zugleich erledigt. So konnte es auch bei uns sein, denn an hiezu tauglichen Männern,

ob nun Professoren der Kunstgeschichte oder Architekten, sind wir wahrlich nicht armer

als andere Lander.

Da wir uns aber nicht verhehlen, dass bei uns die Erfüllung solcher Wünsche in

weiter Ferne liegt, so müssen wir die vorliegende _Leistung um so höher veranschlagen,

indem wir unser Urtheil dahin zusammenfassen: was unter den bestehenden Verhältnissen

 erreicht werden konnte, ist in der That geschehen. Alles aus der alteren und

neueren Literatur über die Kunstdenkmale Karntens bekannt Gewordene ist mit größter

Sorgfalt, mit genauer Angabe der Quellen in übersichtlicher alphabetischer Anordnung

in möglichster Kürze zusammengetragen, ja in letzterer Beziehung ist man vielleicht

manchmal weiter gegangen, als es im Interesse einer klaren Inventarisirung gerathen

scheint. Die Ausstattung des Buches nach der Zahl der Illustrationen ist reich zu nennen,

und so in Wort und Bild uns vereinigt vorgeführt, überrascht uns der großartige Bestand

 an Kunstwerken in Kärnten aus dem Alterthum bis in's 1B. Jahrhundert, mit

welchem die Topographie abschließt. So wird es sich hoKentlich auch bezüglich der

anderen Kronlander erweisen, trotz üppig wuchernder Renovirungswuth und trotz Kunsthändlern

 und Kunsttreunden verdächtiger Art. Darum rufen wir in (rohem Besitze der

karntnerischen Kunsttopographie, welcher wir rasches Fortschreiten wünschen, mit Bezug

auf die anderen Kronlander freudig und besorgt zugleich: Vivat sequens!

Chmelarz.

Bibliographie des Kunstgewcrbes.

(Vom 15. Mai bis I5. Juni 1888.)

1. Technik u. Allgemeines. Aesthetik. DCSPDiS d: Fßllßvilll, H- Mhum de

Kunstgewerblicher Unterricht. "mnmcm ÜPFÖS 1' Plan" (lie-herie):

Alphabet des uges; des monograrnmes;

Aetzen, Etwas vom. (Der Colorist, 43) du däpart e! terminaison des rinceaux;

Champier, V. L'art frangaise sous Louis vnrieuä des feuilles sur In merne plnnte etc.

XIV et Louis XV. (Rev. d. uns dem, n.) Album. 4'. Paris, Andre, Daly fils et

Decoriren, Das, von porösen Gegenständen. Comp.

(Corresp-Blatt zum D. Maler-Jourm, n; Entwurf, Zum, eines Bundesgesetzes, betr.

n. d. nAllg.Handw.-Ztg.-.) die Verhältnisse der Gewerbetreibenden,
            
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