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Full text: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 152)

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den zwei schildhaltenden Engeln; mehrere Holzstühle mit Wappen auf der Rücltlehne 
(Baron Rothschild und Miller v. Aichholz) und eine ganze Garnitur tapezirter Sessel mit 
Wappenstickereien versehen, aus dem Besitz des Grafen Edmund Zichy; eine Art Holz- 
truhe, schone Renaissancearbeit, Eigenthum des Antiquititenhindlers Herrn Suttner in 
Wien, ein Kästchen aus den Sammlungen des Oesterr. Museums und darauf ein ein- 
gelegter Schlüsselkasten von Herrn Wiesauer in Gmunden, für die heraldische Ausstellung 
angefertigt (Preis 130 8.). 
Ausser den Mdbeln sind noch andere separat im Saale placirte Obiecte zu erwähnen; 
auf der einen Seite an dem ersten Pfeiler ein Teppich der Frau Baronin Todeseo und 
darunter ein schwarzer Rahmen mit grossen Elfenbeinplatten, worauf Herr Hanneck in 
Braunschweig seine unübertrelflichen Gravüren nach Dürefschen Wappenblattern (mit 
dem Todtenko f, mit dem Hahnen, Roggendorf etc.) angebracht hat; weiter zwei Fahnen 
von Herrn Hoäunststicker Giani, daneben ein Glasklstchen mit prachtvollen Meerschaum- 
pfeifen und Cigarrenspitzen mit auf das Sorgfaltigste ausgeführten Wappen geziert, von 
Herrn Hoffabrikanten Peter Keiss, ferner eine auf einem Gestell ruhende grosse Leder- 
mappe, worauf das Wappen Graf Zichy's in Email, darüber eine alte interessante Holz- 
schnitzerei (Tafel) mit dem Doppelwappen Welzer-Hohenlohe (Sr. Durchlaucht dem Fürsten 
Friedrich Karl von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfmst in Kupferzell in Wurtemberg 
gehörig), und ganz oben eine photo-lithographische Tafel mit dem Tiroler Wappen, den 
Tiroler Schützen von der k. k. Armee gespendet, ausgestellt von Herrn Hanusch in Wien. 
Folgt weiter an der XVand ein grnsser Genueaer Teppich (Miller v. Aichholz) mit dem 
Wappen einer dortigen Patrizierfamilie, das charmante dreitheilige Portraitbild Carl V. 
und seiner beiden Schwestern lsabella und Eleonora aus den Hofmuseen des a. h. Kaiser- 
hauses, eine grüne Couvertdecke des Grafen Buttlar mit dem Alliance-Wappen Mannsbach- 
Buttlar und vier in Holz geschnitzte Wappenplatten des Oesterr. Museums. In der Rich- 
tung gegen den Ausgang stehen vier die Aufmerksamkeit besonders anregende Nummern, 
nämlich ein Colossal-Hirscbgeweih des Frhrn. von Rothschild, mit höchst charakteristischen 
Gravüren durchaus bedeckt, und mit den Wappen Trapp von Pisein und Churburg (Tirol) 
und von Neidegg geschmückt - ein Stück, welches in seiner Art beinahe einzig genannt 
werden dürfte. Dahinter drei japanische vollständige Rüstungen mit Wappen auf den 
Heimen, aus dem k. k. Arsenal und der Sammlung Sr. Exc. des Grafen Edmund Zichy; 
daneben über dem zuvor gemeldeten zierlichen Schreibkästchen des Grafen Schonbom 
zwei höchst merkwürdige heraldische Bilder aus den kaiserlichen Hofmuseen, und zwar 
die Sitzung des schwäbischen Kreises, gemalt im Jahre 1540 (durch photographischen 
Pressendruck vervielfältigt und beschrieben von Dr. v. Hartmann-Franzenshuld in den 
Mittheilungen der k. k. Central-Cornmission für Kunst und histor. Denkmale 1876), und 
der habsburgische Pfau (beschrieben von los. Bergmann in den Wiener Jahrbüchern der 
Literatur Band LVI, Anzeigeblatt p. 1-18, anno 183i). Auf der anderen Seite der Thüre 
über den Holzmalereien befindet sich ein Teppich Sr. Exc. des Grafen Hans Wilczek mit 
einer ansehnlichen Reihe von Alliance -Wappen arnirt, das Portrait der Margarethn Maul- 
tasch von Tirol, aus den Hofrnuseen, zwei au Holz gemalte Pendants, ein Ritter und 
seine Gemalin knieend, mit ihren Wappen (Graf Wilczek), darüber zwei andere Oval- 
schilder, das Wappen eines gewissen Wirth, von Herrn Klinkosch exponirt. 
(Fortsetzung folgt.)
	        

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