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Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 154)

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Wappen behangt, von denen wir namentlich )enes des Philipp Adolf Freiherr von Hoheneck

Teutseh-Ritter-Ordens Statthalter und Commandeur zu Nürnberg, dann die Wappen

Berlichingen, Sazenhofen, Lehrbach, Berndorif und Redwitz anführen. Sie stammen alle

aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die dritte, mit der vorhergehenden correspondirende

Pyramide enthalt abermals 15 Stück solcher restaurirten Schilde der Deutsch-Ordens

Statthalter von Freudenthal, so des Carl Luicardt von Sickingen 167g, Deutsch-Ordens-Ritter

 und Hauskomenthur, der Herren von der Asseburg, Rennen von Allmandingen,

Heuslein von Eisenheimb, des Carl Heinrich Freiherrn von Hornstein. ln der vierten

Ecke endlich Enden wir 21 Stücke alter Wappenseheiben: Aufschwor- und Todtenschilde

von Deutsch-Ordens-Rittern z. B. des Freiherrn zu Torring, Schenk von Winterstetten,

von und zu Ossa, von Haberkorn, von Hohenstein, von Bubenhofen und des Herrn

Walther von Cronberg. - Die lange Wand den Fenstern gegenüber ist vollkommen mit

Ahnenproben auf 4, 8, 16, 32, 64 und mehr Quartiere, mit Stammbäumen, Stammtafeln

und diversen genealogischen Tabellen bezogen, und durch eine vorgespannte schwarzgelbe

 Schnur vor dem Berühren gesichert. Zu Anfang bemerken wir polnische Proben,

wie der Konarski (16), Dobroiowski (16). Komorowski (8), Gadomski (8), Rogala Lewicki

(8); dann der Hoensbroech (64), Zichy-Ferraris (32), Stein (4), Fedrigazzi (8); den schmalen

und hoch hinauf sich erstreckenden englischen Stammbaum der Familie Poulet und Somerset,

 unten mit vier Costümbildern, nämlich eines englischen Barons, Grafen, Viscount

und Marques geschmückt. Folgen hierauf die Proben der Breda (16), Defours (16),

Diepenbroek (16). eine gedruckte Stammtafel der Eszterhäzy, eine ebensolche neue des

Gesammthauses Hohenzollern verfasst von Rudolf Grafen Stillfried in Berlin, mit beigefü

 ten, vorzüglich schönen Siegelabbildungen, die schottische Probe des Marishall de

Clot oderilt (16) mit gedruckten Wappen; eine kleine gemalte eines Grafen Fugger, dann

Kispersky von Wr-Zesowitz (16), eine im Kreise angeordnete Probe der Waldbott-Bassenheim-Gudenau,

 eine Ahnentafel des Königs Humbert von ltalien auf 2.55 Ahnen, verfasst

vom Conte Franchi-Verney della Valetta in Turin. Hieran reiht sich die directe Filiation

der Berner Familie Tscharner auf 10 Generationen, die Stammtafel des Grafen Pejacsevich

 und der stammverwandten Geschlechter, angefertigt und ausgestellt von Herrn Julian

Grafen Pejacsevich; ferner eine verkäufliche Stammtafel des Hauses Habsburg, gedruckt,

mit Büsten (Antiquar Rosenthal in München, 60 Mark); die neu gearbeitete Genealogie

der Grafen Kolowrat und der stammverwandten Geschlechter (Verfasser und Aussteller

Professor August Sedlaüek in Tabor).

Die Proben Waldtkirch (16), von Stein: ein anderes Blatt als das oben erwähnte;

des Kaisers Rudolf von Habsburg (Hofwappenmaler C. Krahl); ein gedruckter Stammbaum

der Grafen Kuefstein (Aussteller GrafSeldern), dann die interessanten genealogischenTabellen

der niederländischen Familie van Berghen und Schonhoven und des Marinus van Berghen,

sarrimtlich gefälscht von dem im 17. Jahrhundert unheilvoll wirksamen Wappenkönig des

Herzogthums Brabant, Peter Albert de Launay, eine historische Curiositat; weiter Proben

des Paul von Glimes (8), Don Lopez de Villegas, der Familie de Donck, der Pasqual in

Brüssel, des Baron Mac Elliot (16), des Johann Anton Losys de Losimthal. Diese genealogischen

 Tafeln werden unterbrochen von zwei Herren Krahl gehorigen Piecen, betitelt:

nNeuer Mahrischer Kalender- von 1828 und 1838, gestochen und mit den Wappen der

Herren des Domcapitels zu Olmutz bordirt; und von einem dreihundert Jahre umfassenden

 Stammbaum derer von Redem, mit vergleichenden Lebenslangen und einer

inscrirten Tafel der Schwiegersöhne nach Generationen geordnet; erfunden, für seinen

Sohn verfasst und ausgestellt von Herrn von Redern auf Schwante und Wansdorf. Dieses

Stück verdient wegen der geistreichen Erfindung sowohl, als wegen der ungemeinen

Anschaulichkeit und grossen Bequemlichkeit für die praktische Vergleichung besonders

 beachtet zu werden. Die Reihe wird fortgesetzt durch eine Hohenlohische

Probe (8), eine andere der niederländischen Familie Sterk, einen Stammbaum des

Markgrafen Hermann von Baden, eine Probation der Hohenemhs, und ein hier plaa

cirtes Adelsdiplom sammt Genealogie für Franz Wirist, ertheilt von Heinrich Herzog

von Lothringen anno 1621 in französischer Sprache. Oberhalb wird der noch bedeutende

Raum bis zum Ende der Saalwand occupirt von zwei Arbeiten des rühmlichst bekannten

und bewahrten Gcnealogen, Herrn von Fehrentheil und Gruppenberg, königl. preuss.

Major a. D. in Breslau, einer kleineren Ahnentafel seiner eigenen alten und ausgebreiteten

 Familie, und einer Colossal-Tabelle mit der Ahnenprobe für Seine kaiserliche

Hoheit, Hernn Erzherzog, Ludwig Victor, Protector des heraldischen Vereins "Adlers, auf

1024 Quartiere; ohne Zweifel eine der grossartigstemund sorgfaltigsten Leistungen auf

dem rGebiete der genealogischen Probation. Unterhalb hingegen sehen wir drei gleichfalls

eminente Elaborate böhmischen Gelehrtenfieisses und zugleich Producte gewissenhaftester

streng historischer Forschung, das ist einmal die grosse Stammtafel der Grafen von Kleenau,

dabei die stammverwandten Geschlechter: die Wladyken Chi-inovec von Chrinov, die

Freiherren Janovski von Janovic; dann eine noch umfangreichere Arbeit: die Grafen

Zampach von Potenstein, die Herren von Kostomlat und Dobruäka, die Wladyken von
            
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