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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 154)

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Die Direction des Museums beabsichtigt darum in kürzester Zeit

ein öffentliches Atelier einzurichten, worin den Gewerbetreibenden Gelegenheit

 geboten sein soll, unter fachlicher Leitung und mit Benutzung der

Museumssarnmlungen, Zeichnungen und Modelle für ihre gewerblichen,

speciell kunstgewerblichen Leistungen anzufertigen.

ro. Museurnsbau.

' Ein unläugbares Hinderniss für die Entwicklung des Museums liegt

in den ungenügenden Localitäten. Das Curatorium hat nach mehrfachen

eingehenden Berathungen beschlossen, ein unverzinsliches Anlehen von

50.000 H. aufzunehmen, das innerhalb 40 Jahren zu amortisiren wäre und

damit ein eigenes Gebäude herzustellen.

Die Raumvertheilung im neuen Gebäude soll eine derartige sein,

dass im Souterrain die Localitäten für das öffentliche Atelier, im Parterre

die Kanzleien, die Bibliothek, der Vorlesesaal und ein Ausstellungsraum

für schwere und grosse Objecte, dagegen in den beiden Stockwerken Ausstellungsräume

 enthalten sein würden.

Der Bauplatz ist so gewählt, dass eine eventuelle Erweiterung leicht

durchgeführt werden kann.

Schluss.

Lässt sich auch nicht verkennen, dass noch viel zu geschehen hat,

bevor das mährische Gewerbe-Museum allen an dasselbe zu stellenden

Anforderungen Genüge leisten kann, so darf doch, angesichts der geringen

ihm zur Verfügung stehenden Mittel und der kurzen Zeit seines Bestandes

seine bisherige Wirksamkeit als eine genügende angesehen werden und

gibt auch der zahlreiche Besuch und die lebhafte Benützung seiner noch

sehr bescheidenen Sammlungen und das stete Steigern beider den Beweis,

dass das junge Institut im engsten Anschlusse an die Bedürfnisse der Bevölkerung

 seiner Aufgabe gerecht zu werden strebt.

Der mittelalterliche deutsche llame des Eleklrume.

Von grossem Interesse scheint es mir zu sein, dass uns in einem

Werke des 14. Jahrhunderts, welches von einem Deutschen herrührt, die

deutsche, oder vielmehr die verdeutschte Benennung jenes bereits den

Egyptern als Asem, dann den classischen Völkern des Alterthums als

Elektrum bekannten Mischmetalles überliefert ist, welches bekanntlich zu

gleichen Theilen aus Gold und Silber besteht. (Siehe Scheins, Diss. de

Electro, Bucher, Geschichte der technischen Künste, Ilg, in den Mittheil.

des Oesterr. Museums 1873, pag. 289.) Das Mittelalter bedient sich des

griechischen Ausdruckes zwar ebenfalls und sogar am häufigsten, einmal

begegnete mir nun aber ein deutsch klingendes, wenn auch nicht von
            
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