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MAK

Full text : Monatsschrift für Kunst und Gewerbe XIII (1878 / 157)

11.1.„

nommen werden. Die Zuweisung der Plätze findet vom 13.-16. November

 statt; vom 19.-23. November sind die Gegenstände für die Aufnahmsjury

 in das Museum zu bringen; bis zum 28. November muss die

Aufstellung der angenommenen Gegenstände vollendet sein. Zur Theilnahme

 sind alle Verfertiger kunstindustrieller Gegenstände in der österreichischen

 Monarchie eingeladen. Die Gegenstände dürfen verkauft und

nach dem Verkaufe auch entfernt werden. Der Verkauf ist Sache des Ausstellers.

 Platzmiethe findet nicht statt. Die Anmeldungen sind an die

Direction des Oesterr. Museums zu richten oder bei dem Vicedirector

Reg-Rat]: J. von Falke in dessen Bureau (12-4. Uhr) zu machen. Programme

 sind unentgeltlich im Museum zu erhalten. Es ist Vorsorge getroffen,

 dass, nach Massgabe des Raumes, auch solche Gegenstände noch

Aufnahme finden, welche erst nach Eröffnung der Weihnachts-Ausstellung

von der Pariser Weltausstellung zurückkommen.

(Faohaohnle H! Knnstatlokerel.) Die vom k. k. Handelsministerium errichtete

höhere Fachschule für Kunststiclterei eröffnete am 16. September ihr fünftes Schuljahr.

Daselbst beginnt sowohl der ordentliche unentgeltliche, auf ldrei Lehrjahre berechnete

Schülercurs, als auch ein l-lospitantencurs, der Frauen und Töchtern gebildeter Stande

Gelegenheit zur Erlernung stylvoller weiblicher Handarbeiten: Weiss- und Buntstickereien

und Spitzenarbeiten, in wöchentlich sechs Unterrichtsstunden gewahrt. An den allwochentlich

 an der Anstalt stattfindenden kunsthistorischen Vortragen des k. k. Custos Dr. A. llg

nehmen sowohl Schülerinnen als Hospitantinnen Theil.

(Versuchsanstalt für Elsen- und Stahllnduame.) Die Linzer -Tagespostschreibt:

 nDas k. k. Handelsministerium hat sich, in Beachtung der Anregung des Reichsrathes

 und in Würdigung der begründet erkannten Forderungen der Eiserr- und Stahlindustrie

 des lndustriebezirkes Steyr, veranlasst gesehen, die Versuchsanstalt für Eisenund

 Stahlindustrie und die Fachschule in Steyr einer gründlichen Reform zu unterziehen

und letztere Lehranstalt mit der Versuchsanstalt zu vereinen, da eben diese Fachschule

in ihrer bisherigen Organisirung nicht jene Einrichtungen für praktischen Unterricht

besass, welche dem Programme nach für Lehranstalten des k. k. Handelsministeriums

bestehen sollen. Demnach sprach das hohe k. k. Handelsministerium _die Auflösung der

gegenwärtigen Fachschule aus und ertheilte den Entwürfen eines Lehr- und Stundenplanes

 für die nunmehr vereinigte Versuchsanstalt und Lehrwerkstatte für Eisen- und

Stahlindustrie die Genehmigung."

(Kunatgewerbeverein in München.) Am 1. October d. J. wird das neue Vereinshaus

 des baierischen Kunstgewerbevereins vollendet und den Vereins-Mitgliedern zur

Verfügung gestellt werden. '

(Internationale Kunstausatellung in München.) Für die internationale Kunstausstellung,

 welche im kommenden Sommer in München, und zwar im Glaspalaste, stattfinden

 wird, hat sich eine besondere Commission gebildet, die zunachst aus Mitgliedern

der konigl. Akademie der bildenden Künste und der Münchener Künstlergenossenschaft

zusammengesetzt ist; dieselbe wird alsbald das Programm für die Ausstellung definitiv

feststellen und mit demselben die Einladungen zur Betheiligung an der Ausstellung erlassen,

 deren Eröffnung am 1. Juli k. J. erfolgen soll.

(Hobeln-Schmucksachen) Der Juwelier Karl Haymann in München hat sich

zur besonderen Aufgabe die Ausführung hervorragend schöner alter Entwürfe gemacht.

Unter anderen werden namentlich die wieder neuestens in Hirth's w-Formenschatz der Renaissanceli

 publicirten Zeichnungen zu Schmuckgegenständen von Hans Holbein d. J. angefertigt.

 ln Wien hat schon bereits vor längerer Zeit der Juwelier Kleeberg im Auftrage

 der Direction des Museums einen Theil dieser im Britischen Museum befindlichen

und 1869 von der Arundel Society in zwanzig Photographien veröffentlichten Entwürfe

ausgeführt.

(Thanlow-Museum in Kiel.) Am to. August wurde das Thaulow-Museum in

Anwesenheit des Oberprasidenten des Provinzial-Landtages und der Spitzen der Behörden

durch den Landtagsmarschall Grafen Rantzau eröffnet.

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