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Full text: Das Kunstgewerbe auf der Wiener Weltausstellung 1873

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fyat mtb betreiben mancherlei Bierltd^eS, wie bie gut ftüiftw 
tcn 33Iumenftucfe, entnommen hat, welche Beffer gearbeitet 
fmb, als man eg felbft bei vorzüglichen alten äßerfen su finben 
Pflegt. 
®inen .ßauptfortfchritt aHer hierher gehörigen, vornehmlich 
auf ©übergufj nach SDtobeKcn beruhenben Slrbeiten barf man 
wohl barin fehen, bafs bie Äünftler ftcf> beftreben, farbige ffiir= 
fungen in ihre Slrbeiten hineinjubringen. Sei getriebenen Sfrbei= 
ten tritt biefe ScothWenbigfeit nicht ein, hier wirft baS ©tuet 
gerabe borjugämeife baburch, bah eg, aug einer glatte heraus* 
gearbeitet, oöltig einheitlich erfcheint. 3)ie ©ufjarbeit bagegen, 
Welche pfammengefehteg ©tücfwerf ift, folite aug biefem ihrem 
Gharafter hei'aug bie SJtotive ber SSergierung entlehnen. SSir 
haben bereits bei ben berliner unb franjöfifchen Arbeiten eine 
reebt gefchicfte SSerbiubung von ©über unb (Mb. Sluch baS 
©über tritt in üerfctiiebenen £>yt)bfarben auf, unb bereits fängt 
man an, einzelne Steile mit Grnait 31t fehmüefen; man fann aber 
auf biefem ^-elbe fiefjerlief) noch Weiter gehen. 2)ie farbigen ©teine, 
vor Sitiem lapis lazuli, Gbenholä unb ßlfenbein, bringen bie 
©überarbeiten p einer glänjenberen Sßirfung, als eS bie bloße 
SSerbinbung mit ©olb unb Stietatifarben p thun vermag, hierin 
fönnen uns bie beutfeßen Arbeiten ber Samniiwr fPeriobe beS 
fecf)^3cf)nten 3®h r hunbertg ein lehrreiches 33eifvicl werben. 3Bir 
Werben mit biefen SJHttetn int ©tanbe fein, bem Siufbau für 
berartige ($hrengefcthenfe eine größere gälte unb anfehntichere 
fPracht p verleihen, als eg jeiü bei ber auSfchfiefjlicben SSerwen* 
bung beS 2JletallS möglich ift- ®ie foftbarften SThetle beffelben 
Werben fiel) auch non einem mit ©über gefchmücften Unterbau, 
ber aus ebeten ^öljern unb ©teinen gebübet ift, vortheilßafter 
abheben^ als je^t, ba Silles ziemlich in berfelben garbe erglängt, 
3um Stlinbeften wäre eine burchgreifenbe SSerbinbung ber gegof*
	            		
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