sind dern Museum im Monate März folgende Gegenstände geschenkt
worden: Von lhrer Majestät der Kaiserin Elisabeth: Eine Wage mit
Gewichten und zwei Schalen von Silber, in zwei Cassetten, gearbeitet
von C. Schember 81 Söhne in Wien; von Herrn Dr. A. Hesser in
Wien ein vergoldetes Armband mit Filigran, 18. Jahrh.; von Frau Seebold,
Handtuch mit gestickter Bordüre, orientalisch; von Herrn Schütz
in Liboje, eine Drehscheibe für Töpfer.
(Sohulausstellung im Museum.) Seit i. April ist im Museum
die Jahresausstellung von Arbeiten der Zöglinge an der Kunstgewerbeschule
des Museums eröffnet. Dieselbe füllt fast sämmtliche Ausstellungsräume
des l. Stockwerkes und dürfte ein vollständiges Bild des Lehrganges
an allen Abtheilungen der Schule, einschliesslich des Zeichenlehrercurses,
bieten. Die Dauer der Ausstellung ist vorläufig auf acht Tage
bestimmt.
(Ohemisoh-teohn. Versuchsanstalt des Oesterr. Museums.)
Der Leiter dieser Anstalt theilt mit, dass die Firma P. J. Ullrich in
Wien (Ecke der Himmelpfort- und Schellinggasse) die Erzeugung und
den Verschleiss der wMajolica-Schmelzfarben in Tuben-i definitiv übernommen
hat, ebenso den Verschleiss der nGlas-Päte-Emailea, welche nach
den Vorschriften des Erfinders an der chemischen Fabrik zu Morchenstern
in Böhmen erzeugt werden; ferner wird Sorge getragen werden,
dass die in neuester Zeit an der Versuchsanstalt durch Dr. F. Linke
ausgemittelten nFrittenfarben für Malerei unter der Glasur-i (im Mulfelfeuer)
ebenfalls bei derselben Firma zum Verkaufe gelangen.
Gleichzeitig bemerkt derselbe, dass Herr Ullrich auch alle Utensilien
sowie Thonmaterialien zu Zwecken der Anwendung sämmtlicher
genannten Farbpräparate am Lager hält, sowie das Brennen der ausgeführten
Objecte übernehmen wird.
(Schule für Falenoe-Malerei.) Der akademische Maler Herr Josef
Bauer wird im Laufe des Monates April eine Privatschule für Faience-Malerei
eröffnen, und zwar vorderhand für die Techniken der chemischtechnischen
Versuchsanstalt des k. k. Oesterr. Museums mit folgendem
Programm. Es wird gelehrt
l. Anwendung von Majolica-Schmelzfarben in Tuben, zur Decoration
von Faience-Gefässen und Ausführung von Gemälden auf glasirtem
oder grundirtem (mit Glasurgrund bedecktem) Thone.
ll. Technik des Päte-Emails; Email Cloisonne auf unglasirtem und
glasirtem Thone.
lll. Technik in Frittfarben zur Ausführung von Gemälden auf unglasirtem
Materiale in pastoser Manier (Unter-Glasur-Malereil.
Es kann auch die Anwendung der Päte-Emaile auf Glas gelehrt
werden. - Das zum Unterricht erforderliche Thonmateriale, sowie die
Farben und sämmtliche dazu gehörende Malrequisiten sind bei der Firma
P. J. Ullrich (Wien, Ecke der Himmelpfort- und Schellinggasse) zu
haben. Dieselbe übernimmt auch das Brennen der angefertigten Objecte.
(Besuch des Museums.) Die Sammlungen des Museums wurden im Monate
März von 17.089, die Bibliothek von 1223 Personen besucht.
(N91 ausgestellt.) An Bronzewaaren sind neu ausgestellt: Gussmedaille, modellirt
von Medailleur Scharf, ciselirt von Schwanz, gegossen von Hohmann, Geschenk
Sr. Excellenz des Grafen Edm. Zichy an das Museum; Copie eines antiken Kopfes, Papst
Pius Vl., ein Hirsch, ein Teller, eine Vogelgruppe, gegossen von Hohmann, Eigenthum
des Herrn Scliönthaler. - Zu dem Verzeichnisse der Aussteller sind noch hin-